
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:
12:59 Uhr – Kuwait meldet schwere Schäden nach iranischem Drohnenangriff
Nach einem iranischen Drohnenangriff meldet die Kuwait Petroleum Corporation schwere Sachschäden. Der Angriff löst Brände in den Betriebsanlagen aus, teilt der Konzern mit. Verletzte gibt es demnach nicht. Einsatzkräfte arbeiten daran, die Flammen einzudämmen und ein Übergreifen auf andere Einrichtungen zu verhindern.
12:21 Uhr – Oman und Iran sprechen über Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus
Die stellvertretenden Außenminister des Oman und des Iran haben Gespräche geführt, um Möglichkeiten zur Gewährleistung eines reibungslosen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu erörtern. Dies teilt das omanische Außenministerium auf X mit. Die Gespräche fanden statt, nachdem ein iranischer Vertreter am Donnerstag erklärt hatte, der Iran arbeite gemeinsam mit Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs in der Meerenge, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölvorräte transportiert wird.
12:13 Uhr – Zivilschutz: Sieben Tote bei israelischem Angriff in Südlibanon
Bei einem neuen israelischen Angriff auf den Südlibanon sind nach Zivilschutz-Angaben sieben Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich in Kfar Hatta relativ weit entfernt von der Grenze zu Israel ereignet, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus libanesischen Zivilschutzkreisen. Unter den Toten seien sechs Mitglieder einer Familie.
Die israelische Armee hatte zuvor die Bewohner von Kfar Hatta zum Verlassen der Stadt aufgefordert. Die sechsköpfige Familie, die kein Auto besaß und bereits aus einem weiter südlich gelegenen Ort vertrieben worden war, wartete den libanesischen Angaben zufolge auf einen Verwandten, der sie abholen wollte. Auch dieser Mann sei bei dem israelischen Angriff ums Leben gekommen.
11:44 Uhr – Iranische Medien melden nach Rettungsaktion für Piloten zehn Tote
Bei Angriffen auf den Südwesten des Irans sind Medienangaben zufolge zehn Menschen getötet und sieben verletzt worden. Unter den Opfern seien auch zwei Touristen gewesen, berichtete die Seite Nurnews, die den iranischen Sicherheitskräften nahestehen soll. Ob es sich um Iraner handelte oder andere Staatsangehörige, ging aus der Meldung nicht hervor, ebenso wenig wie der Grund für ihren Aufenthalt in der angegriffenen Gegend rund 580 Kilometer südlich von Teheran.
In der gleichen Gegend war auch der nach dem Abschuss eines Kampfjets vermisste und am Wochenende von Spezialkräften geborgene US-Offizier vermutet worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Rettungsaktion für den Piloten und den Toten gab, ging aus der Nurnews-Meldung ebenfalls nicht hervor.
11:34 Uhr – Behörde: Vier Tote im Gazastreifen bei israelischem Beschuss
Bei einem israelischen Luftangriff im nördlichen Gazastreifen sind der örtlichen Gesundheitsbehörde zufolge vier Palästinenser ums Leben gekommen. Sanitäter berichten, der Luftangriff habe eine Gruppe von Menschen in Gaza-Stadt getroffen, wobei vier Menschen getötet und weitere verletzt wurden. Dies ist der jüngste Gewaltausbruch, der den brüchigen Waffenstillstand überschattet, während Vermittler erneut versuchen, das Abkommen zu festigen. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
11:06 Uhr – Experten: Internetsperre im Iran längste jemals in einem Land verzeichnete Blockade
Die vor mehr als einem Monat im Iran verhängte Sperre des Internets ist nach Angaben von Experten die längste jemals in einem Land verzeichnete derartige Blockade. Die Sperre des Internetzugangs für die Iraner dauere „nun bereits den 37. Tag in Folge“ an, erklärte die Organisation Netblocks im Onlinedienst X. Sie übertreffe damit „alle anderen vergleichbaren Vorfälle an Schwere“ und sei „nun die längste landesweite Internetsperrung“ weltweit.
10:52 Uhr – Teheran meldet drei Abschüsse bei US-Rettungsaktion für abgestürzten Piloten
Das iranische Militär hat nach eigenen Angaben ein Flugzeug und zwei Hubschrauber der US-Armee abgeschossen, die an dem Rettungseinsatz für einen über dem Iran abgestürzten Kampfjet-Piloten beteiligt waren. Die Abschüsse seien im Süden von Isfahan erfolgt, teilte das zentrale Einsatzkommando Chatam al-Anbija am Sonntag mit. Es handele sich um „zwei Hubschrauber vom Typ Black Hawk und ein Militärtransportflugzeug vom Typ C-130“. Diese stünden „nun in Flammen“. Die US-Rettungsaktion bezeichnete das iranische Militär als „gescheitert“.
Iranische Staatsmedien veröffentlichten Bilder von verkohlten Trümmerteilen in einem Wüstengebiet, auf den Aufnahmen war Rauch zu sehen.
10:36 Uhr – Petrochemische Fabrik in Emiraten nach Angriff in Brand
In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) brennt nach einem iranischen Angriff eine Fabrik. Die Behörden seien mit mehreren Bränden in der petrochemischen Anlage des Kunststoffherstellers Borouge beschäftigt, teilte das Medienbüro der Hauptstadt Abu Dhabi am Morgen auf der Plattform X mit. Diese seien durch herabfallende Trümmer nach erfolgreichen Abfangaktionen durch die Flugabwehr verursacht worden, hieß es weiter.
09:46 Uhr – Hisbollah: Israelisches Kriegsschiff mit Rakete großer Reichweite angegriffen
Die pro-iranische Hisbollah im Libanon hat einen Angriff mit einer Rakete großer Reichweite auf ein israelisches Kriegsschiff für sich reklamiert. Sie habe das israelische Schiff 68 Seemeilen vor der libanesischen Küste mit einem Marschflugkörper angegriffen, teilte die vom Iran unterstützte Miliz mit. Das Kriegsschiff habe sich angeblich „auf Angriffe auf libanesisches Gebiet vorbereitet“.
Es ist das erste Mal seit ihrem Eintritt in den Iran-Krieg, dass die Hisbollah den Einsatz einer solchen Rakete für sich reklamiert.
08:51 Uhr – Geretteter Waffenoffizier nach Kuwait ausgeflogen
Rettungsflugzeuge haben den aus dem Iran geretteten US-Waffenoffizier nach Angaben der „New York Times“ zur medizinischen Behandlung nach Kuwait gebracht. Es habe jedoch ein letztes Hindernis gegeben, das die Rettung des Mannes verzögert habe. Zwei Transportflugzeuge, die die Einsatzkommandos und den Waffenoffizier in Sicherheit bringen sollten, hätten im Iran festgesteckt, wurde ein US-Militärbeamter zitiert. Drei Ersatzflugzeuge seien eingesetzt worden, um die US-Soldaten zu bergen. Diese hätten die beiden zurückgelassenen Flugzeuge gesprengt, um zu verhindern, dass sie in iranische Hände fielen, hieß es.
08:44 Uhr – Iran: Mehrere fliegende Objekte während Rettungsaktion abgeschossen
Im Rahmen der US-Mission zur Rettung des im Iran gestrandeten Piloten seien mehrere „fliegende Objekte“ zerstört worden, teilt die iranische Revolutionsgarde der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge mit. Während eines gemeinsamen Einsatzes von Luftwaffe, Bodentruppen, Volksmilizen, der Basidsch-Miliz und Polizeikommando seien feindliche Flugobjekte zerstört worden. Zudem sei ein US-Transportflugzeug des Typs C-130 im Süden von Isfahan abgeschossen worden. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
08:16 Uhr – Zwei Männer im Iran in Zusammenhang mit Protesten hingerichtet
Im Iran sind zwei Männer in Zusammenhang mit den Protesten zu Beginn des Jahres hingerichtet worden. Der Oberste Gerichtshof des Iran habe die Urteile gegen die beiden Angeklagten bestätigt, teilte der Informationsdienst des iranischen Justizwesens, Misan, mit. Den beiden Männern wurde vorgeworfen, während der Proteste im Januar versucht zu haben, eine Militäreinrichtung zu stürmen und sich Zugang zu einem Waffenlager zu verschaffen. Es habe sich um „Randalierer“ gehandelt, die Massenmord hätten begehen wollen, indem sie versucht hätten, Waffen und militärische Ausrüstung zu stehlen.
06:26 Uhr – Trump: Zweites Crew-Mitglied von abgeschossenem US-Kampfjet im Iran gerettet
Das zweite Besatzungsmitglied des über dem Iran abgeschossenen Kampfjets ist laut US-Präsident Donald Trump gerettet und in Sicherheit. „Wir haben ihn“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social in Großbuchstaben. Es sei eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des US-Militärs in der Geschichte der USA gewesen. Dutzende Kampfflugzeuge waren demnach im Einsatz. Der Soldat sei verletzt worden, aber es werde ihm gut gehen, schrieb Trump. Der Pilot des am Freitag abgeschossenen Kampfjets war laut übereinstimmenden Medienberichten bereits zuvor gerettet worden.
Der arabische Sender Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, wonach es bei dem nächtlichen Rettungseinsatz des zweiten Besatzungsmitglieds zu einem „heftigen Feuergefecht“ gekommen sei. Die den Revolutionsgarden nahestehende iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte von Luftangriffen in dem Gebiet berichtet, in dem sich der Vermisste befunden habe. Trump beschrieb den Einsatz mit dramatischen Worten: Der US-Soldat sei von „unseren Feinden gejagt worden“, sie seien ihm stündlich näher gekommen.
„Doch er war nie wirklich allein“, schrieb Trump weiter. Die Militärführung hätte seinen Standort in den Bergen „rund um die Uhr“ überwacht und seine Rettung akribisch geplant. Hätte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst gefunden, hätte Teheran dies nach Einschätzung von Experten als Druckmittel nutzen können. Iranische Medien hatten von hohen Geldsummen berichte, die für die Ergreifung des US-Soldaten versprochen worden sein sollen.
05:03 Uhr – Südkorea bittet Golfstaaten wegen Iran-Kriegs um Energiesicherheit
Südkorea bittet die Golfstaaten um stabile Energielieferungen. Finanzminister Koo Yun-cheol habe zudem um den Schutz koreanischer Schiffe in der Straße von Hormus gebeten, teilt das Ministerium mit. Die Gesandten sagten eine enge Abstimmung zu, um die Versorgung zu gewährleisten. Hintergrund ist der eskalierende Krieg mit dem Iran, der den Schiffsverkehr stört.
03:27 Uhr – Kuwait meldet erneut Angriffe mit Raketen und Drohnen
Kuwait ist in der Nacht zum Sonntag nach Militärangaben erneut mit Drohnen und Raketen attackiert worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um „auf die Bedrohung durch feindliche Raketen und Drohnen zu reagieren“, erklärte die kuwaitische Armee im Onlinedienst X. Die Luftabwehr fange die Geschosse ab, daher seien über dem Staatsgebiet Explosionen zu hören.
Dem kuwaitischen Finanzministerium zufolge wurde bei einem iranischen Drohnenangriff auf die Hauptstadt Kuwait-Stadt am Samstagabend ein Regierungskomplex „erheblich“ beschädigt. In dem Gebäude sind demnach mehrere Ministerien untergebracht. Die Angestellten leisteten ihre Arbeit aus dem Homeoffice, Besuche in dem Gebäudekomplex seien ausgesetzt.
03:03 Uhr – Satellitenfirma Planet Labs stoppt auf Bitten der USA Bilder aus Nahost
Der Anbieter von Satellitenbildern Planet Labs stellt auf Bitten der US-Regierung die Veröffentlichung von Aufnahmen aus dem Iran und der Konfliktregion im Nahen Osten auf unbestimmte Zeit ein. Das kalifornische Unternehmen komme damit einer Aufforderung der Regierung in Washington nach, teilte es am Samstag in einer E-Mail an Kunden mit. Demnach hat die US-Regierung alle Anbieter von Satellitenbildern aufgefordert, auf unbestimmte Zeit keine Bilder aus der Konfliktregion zu veröffentlichen.
Die Maßnahme verschärft eine bereits im Vormonat verhängte Regelung, die eine 14-tägige Verzögerung bei der Veröffentlichung von Bildern vorsah. Damit sollte verhindert werden, dass Gegner die Aufnahmen für Angriffe auf die USA und ihre Verbündeten nutzen, wie das Unternehmen damals erklärt hatte. Planet Labs zufolge werden nun Bilder zurückgehalten, die bis zum 9. März zurückreichen. Die Regelung solle bis zum Ende des Konflikts in Kraft bleiben. „Dies sind außergewöhnliche Umstände, und wir tun alles, was wir können, um die Interessen all unserer Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen“, erklärte das Unternehmen. Künftig sollen Bilder nur noch im Einzelfall für dringende und wichtige Zwecke oder im öffentlichen Interesse freigegeben werden.
00:31 Uhr – Trump: „Viele militärische Anführer“ des Iran bei Angriff auf Teheran getötet
Bei einem Luftangriff auf die iranische Hauptstadt Teheran sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zahlreiche hochrangige Militärvertreter des Iran getötet worden. „Viele der militärischen Anführer des Iran, die das Land schlecht und unklug geführt haben, werden – neben vielem anderen – durch diesen massiven Angriff in Teheran ausgeschaltet“, schrieb Trump am Samstagabend in seinem Onlinedienst Truth Social und veröffentlichte dazu ein Video mit nächtlichen Explosionen über einer nicht näher erkennbaren Stadt.
Zum Zeitpunkt des von ihm erwähnten Angriffs machte Trump keine Angaben.
Samstag, 4. April 2026
23:30 Uhr – Mindestens fünf Verletzte nach iranischen Raketenangriffen in Israel
Bei iranischen Raketenangriffen auf Israel sind am Samstag mindestens fünf Menschen verletzt worden. Nach Angaben des israelischen Rettungsdiensts Magen David Adom wurden in Tel Aviv und Umgebung fünf Männer unter anderem durch Glassplitter verletzt. Mehrere Häuser wurden beschädigt. In Jerusalem hörten Reporter der Nachrichtenagentur AFP mindestens sechs Detonationen.
Insgesamt habe es seit Mitternacht acht Wellen iranischer Angriffe gegeben, teilte das israelische Militär am Abend mit. Die Luftabwehr habe anfliegende Raketen abgefangen. Auch aus dem Libanon und aus dem Jemen seien jeweils eine Rakete auf Israel abgefeuert worden.
22:58 Uhr – Iran reagiert auf Trump-Ultimatum
„Der aggressive und kriegslüsterne US-Präsident hat nach aufeinanderfolgenden Niederlagen hilflos, wankelmütig, gereizt und dumm damit begonnen, die Infrastruktur und das Eigentum“ des Iran zu bedrohen, erklärt General Ali Abdollahi Aliabadi, Chef des Kommandos der iranischen Streitkräfte, laut Staatsfernsehen. Er drohte demnach seinerseits mit „zerstörerischen und ununterbrochenen Angriffen“ und sagte in Anlehnung an Trumps „Höllen“-Drohung: „Die einfache Bedeutung dieser Botschaft ist, dass sich für euch die Tore der Hölle öffnen werden.“
17:18 Uhr – Trump droht Iran: „48 Stunden, bevor die Hölle hereinbricht“
Donald Trump droht dem Iran mit einer Ausweitung der Angriffe in zwei Tagen. „Die Zeit wird knapp – 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht“, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social – „Ehre sei Gott!“ Trump verwies auf eine frühere zehntägige Frist, um entweder ein Abkommen zu schließen oder die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Eine iranische Stellungnahme liegt bislang nicht vor.
16:06 Uhr – Russland zieht 200 Arbeiter ab
Wenige Stunden nach dem Angriff auf das AKW Buschehr im Süden Irans erklärt Moskau, dass 198 russische Arbeiter von dem Atomkraftwerk abgezogen worden seien. Russland war an dem Bau des AKW beteiligt, russische Techniker unterstützten den Betrieb vor Ort. Bereits Ende März waren gut 160 russische Arbeiter nach US-israelischen Angriffen von dem Gelände fortgebracht worden. Die nun erfolgte Evakuierung von weiteren 198 Arbeitern sei bereits vor dem Angriff am Samstag geplant gewesen, erklärte Lichatschow.
14:07 Uhr – Irans Außenminister warnt vor Folgen von Angriffen auf Atomkraftwerk
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat dem Westen mit Blick auf einen weiteren Angriff auf das Atomkraftwerk Buschehr Doppelmoral vorgeworfen. „Erinnern Sie sich noch an die Empörung im Westen über die Kampfhandlungen in der Nähe des Kernkraftwerks Saporischschja in der Ukraine?“, schrieb er am Samstag auf der Plattform X. Das iranische Atomkraftwerk Buschehr sei am Samstag schon zum vierten Mal von den USA bombardiert worden.
Die Folgen einer möglichen Verstrahlung durch solche Angriffe würden das Leben in den Hauptstädten am Golf beenden und nicht in Teheran, schrieb Araghtschi. Bei einem Angriff auf die Umgebung des Atomkraftwerks wurde nach iranischen Angaben ein Wachmann getötet und ein Nebengebäude beschädigt. Die Internationale Atomenergiebehörde teilte mit, sie habe keine erhöhte Strahlung festgestellt.
13:55 Uhr – Iranischer Außenminister bekundet Bereitschaft zu Gesprächen
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hat die Bereitschaft seines Landes zu Gesprächen über eine Waffenruhe unter Vermittlung Pakistans bekräftigt. Die Position Teherans werde von den US-Medien falsch dargestellt, schrieb er am Samstag auf der Plattform X.
Der Iran habe sich niemals geweigert, nach Islamabad zu reisen, um dort zu verhandeln. Wichtig seien Teheran allerdings „die Bedingungen für ein endgültiges und dauerhaftes Ende des uns aufgezwungenen illegalen Krieges“.
Pakistan hatte vergangene Woche angekündigt, bald Gespräche zwischen den USA und dem Iran auszurichten. Es ist unklar, wann oder ob diese Gespräche stattfinden werden.
13:44 Uhr – Bahrain meldet acht Drohnenattacken binnen 24 Stunden
Der Golfstaat Bahrain ist binnen 24 Stunden von weiteren acht iranischen Drohnen angegriffen worden. Das Verteidigungsministerium des Landes teilte am Samstag auf der Plattform X mit, dass der Iran damit seit Kriegsbeginn 453 Drohnen und 188 Raketen gegen Bahrain eingesetzt habe. In dem kleinen Inselstaat am Golf hat die US-Marine einen wichtigen Stützpunkt.
11:48 Uhr – Keine erhöhte Strahlung nach Einschlag nahe AKW Buschehr
Nach dem Einschlag eines Projektils in der Nähe des iranischen Kernkraftwerks Buschehr gibt es der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge keine erhöhten Strahlungswerte. Wie die IAEA auf der Plattform X mitteilt, kam ein Wachmann durch Splitter ums Leben.
Zuvor hatte bereits die iranische Nachrichtenagentur Tasnim über das Todesopfer und Schäden an einem Nebengebäude berichtet. Die IAEA erklärt dazu, dass die Schäden durch Druckwellen und Trümmerteile entstanden seien.
11:33 Uhr – Iranische Staatsmedien: Erneuter Angriff auf Atomkraftwerk Buschehr – ein Toter
Die USA und Israel haben nach Angaben iranischer Staatsmedien am Samstag erneut einen Luftangriff auf das Atomkraftwerk Buschehr geflogen. Dabei sei in der Nähe der Anlage ein Sicherheitsmann getötet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Irna. An den Atominstallationen seien keine Schäden entstanden.
„Nach den kriminellen Angriffen“ sei „am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr ein Geschoss in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr“ eingeschlagen, berichtete Irna. Bei dem Todesopfer handele es sich um einen Sicherheitsmann der Anlage. Das Atomkraftwerk war seit Beginn des Iran-Krieges bereits mehrmals von den USA und Israel angegriffen worden.
Das Kraftwerk im Südwesten des Iran verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war.
10:44 Uhr – Irans Parlamentspräsident deutet Angriffe auf weitere Meerenge an
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die Möglichkeit von Angriffen auf eine weitere strategisch wichtige Seestraße im Nahen Osten angedeutet. In einem Beitrag auf X stellte Ghalibaf die Frage, wie viele Tank- und Containerschiffe durch die Meerenge Bab al-Mandab fahren und welche Länder und Unternehmen sie besonders viel nutzten.
Sein Posting wurde von Beobachtern als versteckte Drohung aufgefasst, dass die Meerenge unter Beschuss genommen werden könnte. Sie verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean und ist einer der verkehrsreichsten Engpässe im globalen Handel, den mehr als ein Zehntel des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls und ein Viertel der Containerschiffe passieren. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz aus dem Jemen, der an die Meerenge Bab al-Mandab angrenzt, hat dort in der Vergangenheit schon Angriffe auf den internationalen Schiffsverkehr verübt.
Eine Unterbrechung des Transits durch die Straße von Bab al-Mandab würde Reedereien zwingen, ihre Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas zu leiten, was die Preise weiter in die Höhe treiben würde.
10:05 Uhr – Iran vollstreckt erneut Todesurteile gegen Dissidenten
Im Iran sind zwei weitere Männer im Zuge einer Hinrichtungswelle exekutiert worden. Laut Justizportal Mizan sollen Abolhassan Montaser und Vahid Bani-Amerian im Auftrag der oppositionellen Volksmudschaheddin Anschläge und Explosionen in Teheran geplant und durchgeführt haben. Die Justiz wirft ihnen außerdem vor, dabei auch Raketenwerfer eingesetzt zu haben.
Menschenrechtsgruppen kritisieren jedoch, dass „Regimegegner“ regelmäßig mit diesem Vorwurf konfrontiert werden. Amnesty International spricht in den Fällen Montaser und Bani-Amerian von unfairen Verfahren und möglichen Foltergeständnissen. Sie hätten wiederholt alle Vorwürfe zurückgewiesen, gegen den Staat zu den Waffen gegriffen zu haben.
Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher „ohne Gnade und Nachsicht“ zu vollstrecken. Außer Spionage für die USA, Israel oder andere „feindliche Staaten“ sollen künftig auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die „Angst und Schrecken“ in der Bevölkerung auslösen, mit der Todesstrafe geahndet werden.
10:03 Uhr – Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an
Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah dauern an. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Morgen einen israelischen Drohnenangriff im Südlibanon mit zwei Toten. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.
Das libanesische Gesundheitsministerium meldete zudem elf Verletzte bei israelischen Luftangriffen im Süden des Landes in der Nacht. Demnach soll es dabei auch Schäden an einem Krankenhaus gegeben haben. Von israelischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für die Angriffe.
In der Nacht hatte die israelische Armee neue Bombardements auf Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut verkündet. Augenzeugen berichteten von insgesamt sieben Angriffen in den südlichen Vororten der Stadt. Diese gelten als Hochburg der Hisbollah, sind aber auch dicht besiedeltes Wohngebiet. Israels Armee hatte die Bewohner bereits mehrfach zur Flucht aufgerufen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
09:27 Uhr – USA und Iran suchen weiterhin nach zweitem Besatzungsmitglied von abgestürztem US-Kampfjet
Nach Berichten über zwei abgestürzte US-Kampfjets in der Golfregion suchen iranische und US-Streitkräfte fieberhaft nach dem zweiten Crewmitglied eines der Flugzeuge. Der Iran erklärte am Freitagabend, ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-15 abgeschossen zu haben. US-Medienberichten zufolge konnte eines der beiden Besatzungsmitglieder von US-Spezialeinheiten gerettet worden, nach dem zweiten werde noch gesucht. Kurze Zeit später meldete Teheran dann den Abschuss eines US-Kampfjets vom Typ F-10. US-Präsident Donald Trump erklärte, der Verlust der Flugzeuge wirke sich nicht auf die US-iranischen Verhandlungen aus.
Zunächst hatten iranische Staatsmedien von dem Abschuss des F-15-Kampfjets berichtet. Ein örtlicher TV-Sender zeigte Bilder, die den zerstörten Jet am Boden zeigen sollen. Laut dem TV-Bericht unter Berufung auf eine Polizei-Mitteilung wurde das Flugzeug über dem Zentraliran ins Visier genommen und stürzte daraufhin ab.
„Ein feindlicher amerikanischer Kampfjet ist im zentraliranischen Luftraum von dem Luftverteidigungssystem der Luftwaffe der iranischen Revolutionsgarden getroffen und zerstört worden“, erklärte die Kommandozentrale der iranischen Streitkräfte. „Der Jet wurde vollständig vernichtet, die weitere Suche dauert an.“
05:45 Uhr – Dubai: Trümmerteile treffen US-Niederlassung nach Luftabwehreinsatz
Nach einem Luftabwehreinsatz in Dubai stürzen Trümmerteile auf ein Gebäude des US-Technologiekonzerns Oracle. Bei dem Vorfall im Technologiepark Internet City gibt es nach Angaben der Behörden des Emirats keine Verletzten. Oracle steht auf einer Liste von 18 US-Unternehmen, die die iranischen Revolutionsgarden als Vergeltung für Angriffe auf ihr Land zu Zielen erklärt haben.
02:45 Uhr – Israel greift Ziele in Beirut an – Sirenen in Bahrain
Das israelische Militär attackiert nach eigenen Angaben Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz in Beirut. Unterdessen heulen in Bahrain dem dortigen Innenministerium zufolge die Warnsirenen.
02:15 Uhr – Wirtschaftsweise Grimm warnt vor Stagnation wegen Iran-Krieg
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor den ökonomischen Folgen des Iran-Krieges und hält eine Stagnation in Deutschland für möglich. „Die Auswirkungen werden länger spürbar sein, als es zunächst erwartet wurde“, sagt die Ökonomin einem Vorabbericht der „Rheinischen Post“ zufolge. Dass die Forschungsinstitute für 2026 noch mit einem Wachstum von 0,6 Prozent rechnen, nennt sie optimistisch. So passieren 20 Prozent der Öl- und Flüssiggastransporte sowie ein Drittel der Düngemittellieferungen die Straße von Hormus, zudem seien viele Förderanlagen zerstört. Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft seien daher gravierend.
01:34 Uhr – Votum über Hormus-Resolution im UN-Sicherheitsrat verschoben
Eine für diesen Samstag geplante Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine von Bahrain eingebrachte Resolution zur Sicherung der Straße von Hormus ist kurzfristig verschoben worden. Das Votum solle kommende Woche stattfinden, teilten zwei Diplomaten am Freitag (Ortszeit) in New York mit. Der Resolutionsentwurf, in dem zunächst vom Einsatz „aller notwendigen Mittel“ für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt in der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus die Rede war, wurde nach Widerstand der Veto-Mächte China und Russland deutlich abgeschwächt.
01:10 Uhr – Israelisches Militär: erneute Raketenangriffe aus dem Iran
Das israelische Militär hat in der Nacht mehrfach Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte die Armee auf Telegram mit. Die Bewohner der betroffenen Gebiete seien per Handy-Mitteilung angewiesen worden, Schutzräume aufzusuchen und diese erst auf ausdrückliche Anweisung wieder zu verlassen.
00:27 Uhr – Trump: Hoffe, dass Crew-Mitglied keinen Schaden nimmt
US-Präsident Trump hofft laut einem Medienbericht, dass ein gesuchtes Besatzungsmitglied eines im Iran abgestürzten US-Kampfjets keinen Schaden nimmt. Nach einem Telefoninterview zitierte die britische Zeitung „The Independent“ Trump auf die Frage, was er tun würde, falls das Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, mit den Worten: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“
Die USA haben laut mehreren Medienberichten bestätigt, dass ein US-Kampfjet vom Typ F-15E im Iran abgeschossen worden ist. Eines von zwei Besatzungsmitgliedern soll demnach von US-Spezialkräften gerettet worden sein, während die Suche nach einem zweiten laufe. Es wäre demnach der erste Verlust eines US-Kampfflugzeuges im Iran seit Kriegsbeginn am 28. Februar.
Freitag, 3. April
23:57 Uhr – Insider: Iran dürfte Straße von Hormus vorerst geschlossen halten
US-Geheimdienstberichte kommen Insidern zufolge zu dem Schluss, dass der Iran die Straße von Hormus vorerst nicht wieder öffnen wird. Die Kontrolle über die wichtigste Ölroute der Welt sei das einzige echte Druckmittel der Islamischen Republik gegen die USA, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Regierung in Teheran wolle die Energiepreise hoch halten, um US-Präsident Donald Trump zu einem raschen Ende des seit fast fünf Wochen andauernden Krieges zu drängen. Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärt dagegen, Trump sei zuversichtlich, dass die Meerenge „sehr bald“ wieder befahrbar sein werde.
23:09 Uhr – Erneut schwere Angriffe auf Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist es am späten Abend (Ortszeit) zu neuen schweren Angriffen gekommen. Anwohner im Norden der Stadt berichteten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen. Einem lokalen Medienbericht zufolge wurden Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran angegriffen.
22:50 Uhr – Abschuss von US-Kampfjet hat laut Trump keinen Einfluss auf Verhandlungen
US-Präsident Donald Trump lehnt einen Kommentar zum Such- und Rettungseinsatz nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Südwesten des Irans ab. In einem kurzen Telefoninterview mit NBC News antwortete er jedoch auf die Frage, ob der Vorfall Verhandlungen mit dem Iran beeinflussen werde: „Nein, überhaupt nicht. Nein, es ist Krieg.“
22:17 Uhr – US-Quellen bestätigen Absturz eines zweiten Jets
Nach dem von iranischen Staatsmedien vermeldeten Abschuss eines US-Kampfjets im Südwesten der Islamischen Republik ist in der Nahost-Region ein weiteres US-Kampfflugzeug zu Boden gegangen, meldet die Nachrichtenagentur AP mit Verweis auf US-Kreise. Es ist noch unklar, ob die zweite Maschine abgeschossen wurde oder aus anderen Gründen abstürzte. Zuerst berichtete die „New York Times“ über den Vorfall.
22:04 Uhr – Iran behauptet, zweiten Kampfjet abgeschossen zu haben
Der Iran hat nach eigenen Angaben einen weiteren US-Kampfjet abgeschossen. Das iranische Staatsfernsehen berichtet unter Berufung auf die Streitkräfte der Islamischen Republik, ein Kampfjet vom Typ A-10 sei von der iranischen Luftabwehr getroffen worden. Die Maschine sei in den Persischen Golf gestürzt.
22:00 Uhr – Iranischer Parlamentspräsident verspottet USA
Der Sprecher des iranischen Parlaments Mohammed Bagher Ghalibaf spottet über die USA. Der „brillante Krieg ohne Strategie“ sei nun von der Zielsetzung eines „Regimewechsels“ im Iran heruntergestuft worden auf die Frage: „Hey! Kann jemand bitte unsere Piloten finden?“, kommentierte Ghalibaf den Abschuss eines US-Jets auf der Plattform X. „Was für ein unglaublicher Fortschritt. Absolute Genies“, schrieb Ghalibaf.
19:31 Uhr – Bericht: Iran lehnt Treffen mit USA ab
Der Iran ist dem „Wall Street Journal“ zufolge in den kommenden Tagen nicht zu einem Treffen mit US-Vertretern in Islamabad bereit. Die Regierung in Teheran habe Vermittlern offiziell mitgeteilt, dass die Forderungen der USA inakzeptabel seien, berichtete die Zeitung. Damit stecken die aktuellen Bemühungen regionaler Staaten unter Führung Pakistans um einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran dem Blatt zufolge in einer Sackgasse.
19:20 Uhr – Eines von zwei Besatzungsmitgliedern von US-Soldaten gerettet
US-Medien wie die Sender CNN und CBS berichten, eines der beiden Besatzungsmitglieder des abgeschossenen Kampfjets sei von US-Soldaten gerettet worden. Nach dem zweiten Crewmitglied werde noch gesucht. US-Medien zufolge handelte es sich bei der abgeschossenen Maschine um einen Kampfjet vom Typ F-15E. Dieser hat zwei Besatzungsmitglieder: den Piloten und einen Waffensystemoffizier. Zunächst hatten iranische Staatsmedien von dem Abschuss berichtet. Ein örtlicher TV-Sender zeigte Bilder, die den zerstörten Jet am Boden zeigen sollen.
Die US-Armee startete US-Medienberichten zufolge umgehend eine großangelegte Such- und Rettungsaktion. Bilder und Videos auf Onlineplattformen zeigten mutmaßlich tief fliegende US-Hubschrauber in der Region. Laut CNN wurde das gerettet Crewmitglied medizinisch versorgt.
Piloten, die über feindlichem Territorium abgeschossen werden und sich mit dem Schleudersitz aus der Maschine befreien können, sind darauf trainiert, sich zu verstecken und ihre Position durchzugeben. Piloten tragen in der Regel eine Weste mit einem Peilsender, einer Schusswaffe, Wasser und Verbandszeug bei sich, wie ein westlicher Kampfpilot der Nachrichtenagentur AFP sagte.
18:42 Uhr – USA rufen Amerikaner zur Ausreise aus Libanon auf
Die USA rufen ihre Staatsbürger zur Ausreise aus dem Libanon auf. Die US-Botschaft in Beirut teilte zudem mit, der Iran und verbündete Milizen könnten Angriffe auf Universitäten im Land planen. Die Ausreise solle erfolgen, solange noch kommerzielle Flüge verfügbar seien.
17:12 Uhr – Bericht: Nach Kampfjet-Abschuss zwei Besatzungsmitglieder vermisst
Es wird nach zwei Besatzungsmitgliedern gesucht, berichtet die „Washington Post“. Ob die Besatzung überlebt hat, ist unklar. An der Suche im Westen Irans seien ein Tankflugzeug und zwei Helikopter des Typs HH-60G beteiligt, berichtet die Zeitung. Laut CNN handelt es sich um die Provinz Chuzestan im Südwesten des Landes.
Auch die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf Informationen aus israelischen Militärkreisen von einem Rettungseinsatz.
Iranische Medien hatten berichtet, dass das Kampflugzeug über dem Südwesten des Landes zu Boden gegangen sei. Aufnahmen, die in sozialen Medien kursierten, zeigten Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs, die über der ländlich geprägten Provinz Bojer Ahmadi und Kohkilujeh kreisten.
16:22 Uhr – US-Kampfjet über Iran abgeschossen – Pilot soll Schleudersitz ausgelöst haben
Bei einem Einsatz über dem Iran ist ein US-Kampfjet abgeschossen worden. Zunächst hatte das iranische Staatsfernsehen berichtet. Der „New York Times“ zufolge bestätigten amerikanische und israelische Offizielle gegenüber der Zeitung den Abschuss.
Laut iranischem Fernsehen hat der US-Pilot über dem Südwesten des Landes seinen Schleudersitz ausgelöst. Der „New York Times“ zufolge ist eine Rettungsmission geplant, um Überlebende in Sicherheit zu bringen, bevor sie iranischen Kräften in die Hände fallen. In der Region gibt es demnach mehrere Basen, um derartige Missionen zu starten, etwa im Irak und in Syrien. Iranischen Medien zufolge musste ein amerikanischer Helikopter auf der Suche nach Überlebenden bereits unter Feuer umdrehen.
„Wenn Sie den oder die feindlichen Piloten lebend gefangen nehmen und der Polizei übergeben, erhalten Sie eine wertvolle Belohnung“, sagte ein Moderator in einem örtlichen Sender in der Provinz Bojer Ahmadi und Kohkilujeh. Zuvor war auf dem Bildschirm ein Banner mit dem Aufruf zu sehen: „Schießt auf sie, wenn ihr sie seht!“, das sich auf Aufnahmen mutmaßlicher US-Kampfflugzeuge in dem ländlichen Gebiet bezog, die in sozialen Medien kursierten.
15:05 Uhr – Erster europäischer Frachter passiert über neue Route Straße von Hormus
Ein Containerschiff des französischen Schifffahrtskonzerns CMA CGM hat als wohl erster Frachter eines europäischen Eigners seit Beginn des Iran-Kriegs die Straße von Hormus passiert. Das unter der Flagge Maltas fahrende Schiff sandte anstelle seines Fahrtzieles die Botschaft „französischer Eigentümer“ aus, wie aus den am Freitag ausgewerteten Daten der Website MarineTraffic hervorgeht.
Die Navigationsdaten des Schiffes zeigten, dass es am Donnerstag über eine neue, vom Iran genehmigte Route durch dessen Hoheitsgewässer fuhr. Mehrere Frachter nutzten bereits diese Route in der Nähe der iranischen Insel Larak. Nach Angaben von Experten der Schifffahrtszeitschrift „Lloyd’s List“ bezahlten mindestens zwei Schiffe dafür Gebühren.
Die meisten Schiffe, die seit Anfang März durch die vom Iran eigentlich blockierte Straße von Hormus fuhren, stammten aus dem Iran oder hatten Verbindungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, China oder Saudi-Arabien. Peking äußerte am Dienstag seinen „Dank“, nachdem drei chinesische Frachter die Meerenge passiert hatten.
dpa/AFP/AP/Reuters/jmr/sebe/säd/lay/doli/ceb/nw
