
An diesem frühen Morgen drehen nicht nur die üblichen Jogger ihre Runden auf Deck 12, auch viele andere Gäste haben sich einen Platz an der Reling gesucht. Gegen sieben Uhr sollte die AIDAstella die Bucht von Antsiranana erreichen, hatte Kapitän Jan Peter Lindner am Vorabend erzählt. Der Zeitplan passt, und pünktlich gleitet das Kreuzfahrtschiff am kleinen Leuchtturm vorbei, der bei den Gästen sofort zum beliebten Fotomotiv wird. Ein langer Sandstrand ist noch menschenleer, auf der Steuerbordseite leuchten rötliche Steilklippen mit grünem Regenwald um die Wette. Langsam wendet der Kapitän das gut 250 Meter lange Schiff und steuert rückwärts den einzigen, größeren Liegeplatz im Hafen von Antsiranana an. Zwischen großen Containern warten hier schon Dutzende gelbe Tuktuks, eine lange Schlange an Geländewagen zieht sich von der Pier den Hügel bis zur Stadt hinauf. Die Fahrer winken fröhlich und machten Handyfotos vom Schiff, dann wird die Gangway ausgefahren und viele Urlauber betreten zum ersten Mal in ihrem Leben das Land Madagaskar.
