Konsumklima-Index: Verbraucherstimmung in Deutschland verändert sich wenig

Trotz der Erholung der Wirtschaft bleiben die Verbraucher bei Anschaffungen skeptisch. Die Neigung zum Sparen ist auf dem höchsten Stand seit der Finanzkrise.




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Konsumklima-Index: Unter anderem die steigenden Preise sorgen für Konsumzurückhaltung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern.
Unter anderem die steigenden Preise sorgen für Konsumzurückhaltung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern.
© Boris Roessler/​dpa

Die Konsumstimmung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland bleibt zurückhaltend. Das geht aus dem Konsumklima-Index der Marktforschungsinstitute GfK und NIM hervor. Die Einkommenserwartung der Bevölkerung hat sich laut der Studie im Februar zwar leicht verbessert, zugleich ging die Neigung zu neuen Anschaffungen erneut zurück. Insgesamt verschlechtert sich der Index um 0,5 Punkte und liegt damit derzeit bei minus 24,7 Punkten.

Der leichten Erholung der Wirtschaft scheinen die Verbraucherinnen noch skeptisch gegenüberzustehen. Die Sparneigung befindet sich auf dem höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008. 

Sparneigung wegen Inflation

„Die geopolitischen Spannungen, aber auch die Herausforderungen in der
Sozialpolitik dürften die Unsicherheit und damit auch die Sparneigung
hochhalten“, sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. Daneben seien steigende Preise ein Grund für viele, Geld lieber zu sparen. Erwartungen auf baldige Preissenkungen gebe
es nicht. Die Inflationsrate war im Januar wieder auf 2,1
Prozent gestiegen
.

Das Konsumklima ist ein monatlicher Indikator für
das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Für die aktuelle Erhebung wurden vom
29. Januar bis zum 9. Februar rund 2.000 Menschen befragt.