Eine Altbauwohnung mit vielen Schreibtischen, dazwischen ein großer Besprechungstisch. Man sieht Mikrofone und hört Leute telefonieren, dazwischen brummt ein Getränkeautomat. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Alltag bei Klubrádió nicht von dem eines Berliner Medien-Start-ups. Es werden Interviews geführt, Texte für die Website geschrieben, Podcasts produziert. Und doch ist hier alles anders. Denn Klubrádío ist eines der letzten unabhängigen Medien Ungarns. Was das bedeutet, erfahren die Journalistinnen und Journalisten jeden Tag. Sie haben es schwer, ihre Arbeit zu machen, müssen ständig um ihre Finanzierung bangen. Und 2021 hat die ungarische Regierung dem Sender auch noch die Radiolizenz entzogen. Seither darf Klubrádió nur mehr im Internet senden.
