Klimawandel im Garten: Manche Pflanzen mögen es heiß

Trocken. Heiß. Windig. Worte, die bei Gärtnern Furcht auslösen. Schon im Vorgriff auf die kommende Pflanzsaison und auch, wenn derzeit noch an vielen Orten Schnee auf der Erde liegt. Denn das Dreigestirn gilt gemeinhin als Todesstoß für Pflanzungen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Angesichts des Klimawandels, der Gärten auch in bisher als gemäßigt bekannten Zonen auf zunehmend harte Proben stellt, versuchen Pflanzplaner mit zeitgemäßen Gestaltungen, dass es nicht bei wenigen Ausnahmen bleibt.

Wer wissen will, wie die Zukunft von Gärten unter Extrembedingungen aussehen kann, findet auch für Laien praktikable Anleitung in den Schaugärten der britischen Royal Horticultural Society, kurz RHS. Exemplarisch zu bewundern etwa im Garten Hyde Hall im nordöstlich von London gelegenen Chelmsford.

Dass ein Garten in der küstennahen Region Essex als Schaufenster dient für das, was trotz großer Widerstände möglich ist, liegt zunächst an seiner exponierten Lage auf einem weitläufig offenen Südhang eines Hügels, die kaum Windschutz bietet. Nicht in den sechs Monaten zwischen Oktober und April, wenn Stürme oft die Stärke fünf erreichen, und erst recht nicht im Sommer, wenn er heißen und heftigen Südwestwinden ausgesetzt ist.