Wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung wurden Mitglieder der Letzten Generation in Potsdam angeklagt. Es ist bundesweit die erste solche Anklage.
Vier Klimaaktivisten und eine Klimaaktivistin der Letzten Generation müssen sich vor einem Brandenburger Gericht wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung verantworten. Die Staatsschutzkammer des Landgerichts Potsdam teilte mit, eine entsprechende Anklage der Staatsanwaltschaft Neuruppin vom Mai 2024 zuzulassen. Es ist die erste Staatsanwaltschaft bundesweit, die Mitglieder der inzwischen aufgelösten Letzten Generation anklagt.
Der Anklage nach sollen die Klimaaktivistinnen und -aktivisten an Angriffen auf Anlagen der Ölraffinerie PCK in Schwedt, den Flughafen Berlin-Brandenburg und das Museum Barberini in Potsdam beteiligt gewesen sein. Neben der Bildung einer kriminellen Vereinigung werden den Angeklagten laut dem Gericht auch die Störung öffentlicher Betriebe, Nötigung, Sachbeschädigung und andere Delikte vorgeworfen.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
