Katherina Reiche: Standortrisiko Ministerin | DIE ZEIT

Aus der Serie:
Fünf vor acht

Statt die Wirtschaft resilienter zu machen, entzündet Katherina Reiche populistische Debatten. Das ist so durchsichtig wie brandgefährlich.



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Katherina Reiche: Wird die Wirtschaftsministerin zu einem Risiko für den Wirtschaftsstandort Deutschland? Katherina Reiches Politik legt diese Frage nahe.
Wird die Wirtschaftsministerin zu einem Risiko für den Wirtschaftsstandort Deutschland? Katherina Reiches Politik legt diese Frage nahe.
© imago images

Katherina Reiche ist schon nach einem Jahr deutlich
unbeliebter als ihr Vorgänger Robert Habeck in seinen schlimmsten Zeiten. Sie
entzündet gern Diskussionen über Themen, für die sie gar nicht zuständig ist,
also auch nichts liefern kann – wie jüngst bei der Debatte über die Arbeitszeit
und die vermeintliche Faulheit der Deutschen. Und sie kombiniert gern Privates
mit Beruflichem, wenn sie etwa mit ihrem Lebensgefährten Karl-Theodor zu Guttenberg auf den
gleichen Veranstaltungen unterwegs ist.

Das alles kann man wahlweise ärgerlich, unprofessionell oder unangenehm finden.
Für das Land aber wäre es verkraftbar – würde die Ministerin ihren eigentlichen
Job gut machen. Nur genau da beginnt das Problem. Immer häufiger stellt sich
nämlich die Frage, ob ausgerechnet die Wirtschaftsministerin zu einem Risiko für
den Wirtschaftsstandort Deutschland wird.