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Mehr als 13 Jahre nach seinem Start wird der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, um ein neues Terminal erweitert werden. „Es wird ein Multipurpose-Terminal“, sagte Holger Banik, Geschäftsführer der niedersächsischen Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts. An diesem Mehrzweck-Terminal sollen künftig etwa Bauteile für Windkraftanlagen, Autos und auch militärische Transporte umgeschlagen werden können. Auch für den Containerumschlag soll dieser neue Hafenteil nutzbar sein, sagte Banik.
Die Pläne für eine solche Hafenerweiterung nördlich des bestehenden Containerterminals gibt es schon länger – vorangetrieben wurden sie zuletzt von der Mosolf-Gruppe, die als Logistikdienstleister in Wilhelmshaven Fahrzeuge umschlägt. Nun liegen konkrete Pläne vor, nach denen die Kaje des JadeWeserPorts für das neue Terminal um rund 900 Meter nach Norden erweitert werden soll. Dazu müsste der Schlepperhafen dort zurückgebaut und das Gelände aufgespült werden. NPorts will nun mit den Bauplanungen beginnen, noch fehlen aber Genehmigungen und Finanzierung. NPorts schätzt die Baukosten auf 700 Millionen bis eine Milliarde Euro.
Im vergangenen Jahr hatte der JadeWeserPort erstmals seit seiner Eröffnung die Marke von einer Million umgeschlagener Standardcontainer (TEU) überschritten. „Dieses Jahr werden wir noch mehr Umschlag dort erwarten“, sagte Banik. Zwischen 1,5 und 1,8 Millionen TEU seien für 2026 möglich. Voll ausgelastet ist der JadeWeserPort damit allerdings nicht. Innerhalb von fünf Jahren, so das Ziel bei Betriebsbeginn 2012, sollte die Kapazität des Hafens mit rund 2,7 Millionen TEU komplett ausgelastet sein. Allein durch Automatisierung lasse sich der Containerumschlag auf dem bestehenden Hafengelände auf bis zu 4,0 Millionen TEU erhöhen, sagte Banik.
Trotz dieser Zahlen sieht der NPorts-Geschäftsführer Bedarf für ein weiteres Terminal. „Wenn man eine Entwicklung in Häfen haben will, muss man in Vorleistung gehen und Infrastruktur bauen.“ Auch für den Ausbau der Windkraft auf See brauche es zusätzliche Umschlagsflächen für Komponenten, betonte Banik.
