Jacqueline Harpmans „Ich, die ich Männer nicht kannte“: Feministische Entdeckung – Kultur

So verfluchenswert soziale Netzwerke einerseits sind und so sehr ihr exzessiver Konsum die Lust schürt, das Handy einfach in den Mülleimer zu pfeffern, so toll ist es andererseits, dass Tiktok oder Instagram Dinge ans Tageslicht befördern, die man sonst verpasst hätte. In diesem Fall: den Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte“ der belgischen Autorin Jacqueline Harpman. Ein Roman, der 1995 veröffentlicht und dann einigermaßen übersehen wurde. Dass er ausgerechnet jetzt bei Klett-Cotta in neuer deutscher Übersetzung erscheint, ist auch auf den Lärm der sozialen Medien zurückzuführen; Lektorinnen und Programmleiter nehmen natürlich wahr, was dort passiert.