
Das Jahr 2002. Wir halten unser Abiturzeugnis in der Hand. Die Deutsche Schule Istanbul liegt im Herzen der Stadt. Es ist Frühling, und es liegt Aufbruch in der Luft, nicht nur, weil für uns die Schulzeit vorbei ist, sondern weil wir hier sind: in Istanbul, dieser schönen, wilden Metropole, die vielleicht bald Teil der EU sein wird. In den Abendnachrichten wird fast täglich darüber berichtet. Und wir spüren es: Hier passiert etwas. Jedes Wochenende verabreden wir uns am Taksim-Platz, streifen durch die Straßen, entdecken neue Coverbands oder Jazz-Quartette. Manchmal fahren wir nach Ortaköy oder Arnavutköy. Nach einer durchzechten Nacht lässt sich von dort aus der Sonnenaufgang über dem Bosporus am schönsten beobachten.