
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:
20:38 Uhr – Erster Hisbollah-Angriff auf Südisrael seit Kriegsbeginn
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat erstmals seit Kriegsbeginn den Süden Israels angegriffen. In israelischen Orten in der Nähe des Gazastreifens sowie in der Stadt Aschkelon heulten am Abend die Warnsirenen. Israels Armee bestätigte auf Anfrage, dass die Hisbollah dafür verantwortlich sei. Auch mehrere israelische Medien berichteten darüber.
Die vom Iran unterstützten Schiitenorganisation feuerte am Abend ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels, der an den Libanon grenzt. Auch in der Küstenmetropole Tel Aviv war eine Explosion in der Ferne zu hören. Dort gab es aber keinen Raketenalarm. Berichte über Schäden oder Verletzte nach den neuen Angriffen gab es zunächst nicht.
20:38 Uhr – EU: Sichere Passage durch Straße von Hormus hat Priorität
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas dringt in einem Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi auf ein Ende der Angriffe auf kritische Infrastruktur. Zudem habe die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus Priorität für Europa, sagt ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Kallas habe betont, dass die EU auf Deeskalation und eine diplomatische Lösung setze.
19:50 Uhr – Trump soll Verkauf von Sommerbenzin vorübergehend aussetzen
Die US-Regierung will Insidern zufolge die Vorschriften für den Verkauf von speziellem Sommerbenzin vorübergehend aussetzen. Damit wolle Präsident Trump den Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Konflikts dämpfen, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Durch den Schritt müssten Raffinerien und Tankstellen nicht wie üblich auf die teureren, smogreduzierenden Sommersorten umstellen. Zudem dürfe Benzin mit einem Ethanolanteil von 15 Prozent (E15) auch in der Hauptreisezeit im Sommer verkauft werden.
In den USA gelten in den warmen Monaten normalerweise strengere Umweltauflagen. Das vorgeschriebene Sommerbenzin ist weniger flüchtig als Winterbenzin, um die Verdunstung bei Hitze zu verringern und so die Bildung von Smog zu begrenzen. Die Herstellung ist jedoch aufwendiger.
19:20 Uhr – Geschoss nahe bei iranischem AKW eingeschlagen
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigt den Einschlag eines Geschosses in unmittelbarer Nähe des iranischen Atomkraftwerks Buschehr. Ein Gebäude 350 Meter vom Reaktor entfernt ist nach Angaben von IAEA-Chef Rafael Grossi am Dienstag getroffen und zerstört worden. Der Reaktor selbst sei unbeschädigt, Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.
19:02 Uhr – Saudi-arabisches Militär berichtet von abgefangenen Raketen
Das saudi-arabische Militär habe vier ballistische Raketen auf dem Flug in Richtung der Hauptstadt Riad abgefangen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Nach einer ersten Bestandsaufnahme seien keine Schäden entstanden.
18:00 Uhr – UN-Schifffahrtsorganisation will sicheren Korridor für Seeleute
Die UN-Schifffahrtsorganisation (IMO) schlägt einen sicheren Korridor vor, um rund 20.000 im Golf festsitzende Seeleute zu evakuieren. Das von Bahrain, Japan, Panama, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten eingereichte Papier zielt darauf ab, die Evakuierung von Handelsschiffen zu erleichtern. Die USA unterstützen den Vorstoß.
Wegen des Krieges im Iran und der Drohung Teherans, Schiffe in der Straße von Hormus anzugreifen, liegen Hunderte Schiffe vor Anker. IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez zufolge sind durch den Konflikt mindestens sieben Seeleute getötet worden. Der Iran erklärt dagegen in einer separaten Stellungnahme an die IMO, seine Behörden leisteten den Seeleuten humanitäre Hilfe.
17:43 Uhr – Israel: Weitere Brücken im Libanon zerstört
Israel hat nach eigenen Angaben zwei weitere Brücken über den Litani-Fluss im Libanon zerstört. Diese seien von der Hisbollah-Miliz genutzt worden, um Waffen in den Süden zu schmuggeln, erklärt Verteidigungsminister Israel Katz. „Dies ist eine klare Botschaft an die libanesische Regierung: Israel wird nicht zulassen, dass die Hisbollah die staatliche Infrastruktur des Libanon nutzt“, sagt Katz. Am Freitag hatte das israelische Militär eine Brücke im Südlibanon zerstört.
17:05 Uhr – „Das Regime im Iran scheint intakt zu sein“
Der US-Geheimdienst geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die iranische Regierung trotz der andauernden Angriffe weiter arbeitsfähig ist. „Das Regime im Iran scheint intakt zu sein“, sagte Tulsi Gabbard, Direktorin für Nationale Nachrichtendienste, zu Beginn ihrer jährlichen Anhörung vor einem Senatsausschuss.
Das Regime sei zwar weitgehend geschwächt. Dennoch sei der Iran weiter in der Lage, Interessen der USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. „Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen“, so Gabbard.
16:40 Uhr – Katar verurteilt Angriff auf Gasanlagen
Katar hat Israel für einen Angriff auf Anlagen der iranischen Gasindustrie am größten Gasfeld der Welt verantwortlich gemacht und diesen scharf verurteilt. Es handle sich um einen „gefährlichen und unverantwortlichen Schritt inmitten der aktuellen militärischen Eskalation in der Region“, erklärte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari auf X.
16:10 Uhr – Nato berät über Öffnung der Straße von Hormus
Die Nato-Verbündeten beraten Generalsekretär Mark Rutte zufolge gemeinsam darüber, wie die Straße von Hormus wieder geöffnet werden kann. „Wir sind uns natürlich alle einig, dass der Handel wieder aufgenommen werden muss“, sagte Rutte bei einem Besuch in Norwegen. Die Alliierten arbeiteten gemeinsam an einer Lösung.
16:02 Uhr – Präsident Pesechkian bestätigt Tötung des Geheimdienstministers
Der Iran hat die Tötung von Geheimdienstminister Esmail Chatib bestätigt. Präsident Massud Peseschkian erklärte im Onlinedienst X, der Tod des Ministers erfülle die Führung in Teheran mit Trauer.
15:45 Uhr – USA lockern Schifffahrtsregeln für 60 Tage
Die USA lockern ihre Schifffahrtsregeln für 60 Tage. Die Entscheidung von Präsident Trump sei „ein weiterer Schritt, um die kurzfristigen Störungen auf dem Ölmarkt abzufedern“, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, im Onlinedienst X. Damit könnten Güter wie Erdöl, Erdgas, Dünger und Kohle leichter in US-Häfen gelangen. Trump genehmigte eine 60-tägige Ausnahme vom Jones Act von 1920. Das mehr als hundert Jahre alte Gesetz sieht vor, dass Frachtgut zwischen US-Häfen nur auf Schiffen transportiert werden darf, die in den USA gebaut wurden, in US-Besitz sind und deren Besatzung aus den USA stammt.
15:40 Uhr – Ölpreise steigen nach Angriffen auf Gasanlagen
Die Ölpreise haben am Mittwoch nach Angriffen auf Gasanlagen des Irans kräftig zugelegt. Am Nachmittag kostete Rohöl der Sorte Brent 108,25 Dollar und damit etwa viereinhalb Prozent mehr als am Vortag.
15:35 Uhr – Dröge wirft Merz „Irrsinn“ vor
Grünen-Fraktionschefin Dröge wirft Bundeskanzler Merz „Irrsinn“ in der Energiepolitik vor. Dröge sagte im Bundestag mit Blick auf steigende Öl-, Gas- und Spritpreise infolge des Iran-Kriegs: „Dass Sie in so einer Zeit den Menschen sagen: Kauft wieder Öl- und Gasheizungen, fahrt wieder mit Diesel und Benzin – das ist so, als würden Sie den Leuten sagen: Kauft immer mehr von der Droge, die euch kaputtmacht.“ Dröge sprach vom Scheitern einer Ideologie. „Dabei wäre die Antwort so klar: Wir müssen raus aus der fossilen Energie.“ Dies sei sicherheitspolitisch relevant und mache das Leben für die Menschen bezahlbar.
15:22 Uhr – Trump droht erneut seinen Verbündeten
US-Präsident Donald Trump droht den Verbündeten, sie mit der Absicherung der Straße von Hormus alleine zu lassen. Er schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, er könne die Länder, welche die Meerenge für den Schiffsverkehr nutzten, selbst eine Lösung finden lassen. Er reagierte damit auf die Weigerung Deutschlands und zahlreicher anderer Länder, die USA militärisch in dem Seegebiet zu unterstützen.
„Ich frage mich, was passieren würde, wenn wir den Rest des iranischen Terrorstaates ‚fertigmachen‘ und die Länder, die (die Straße von Hormus) nutzen – wir tun es nicht – für die sogenannte ‚Straße‘ verantwortlich sein lassen würden“, schrieb Trump. „Das würde einige unserer reaktionsschwachen ‚Verbündeten‘ auf Trab bringen, und zwar schnell!!!“ Der US-Präsident hatte den Partnern mangels Hilfzusagen einen „sehr dummen Fehler“ attestiert und die Haltung von Deutschland und anderen Ländern „sehr schockierend“ genannt.
15:16 Uhr – Staatsfernsehen: Förderanlage auf größtem Gasfeld der Welt nach Angriff in Brand
Angriffe der USA und Israels haben nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens eine Förderanlage eines großen Gasfelds im Persischen Golf getroffen und einen Brand verursacht. Feuerwehrteams seien zum Brandort entsandt worden, meldete das Staatsfernsehen unter Berufung auf den örtlichen stellvertretenden Gouverneur. Das iranische Militär drohte, Energieinfrastruktur in der Golfregion ins Visier zu nehmen.
Das Gasfeld South Pars/North Dome ist die größte bekannte Gasreserve der Welt. Es liefert rund 70 Prozent des Erdgases für den Iran. Das Gasfeld wird neben dem Iran auch von Katar ausgebeutet.
14:20 Uhr – Schwedischer Staatsbürger im Iran wegen Spionage für Israel hingerichtet
Im Iran ist ein wegen Spionage für Israel zum Tode verurteilter schwedischer Staatsbürger hingerichtet worden. Die iranischen Justizbehörden teilten auf ihrer Website Misan Online mit, das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden. Der „Spion“ habe „Bilder und Informationen über wichtige Orte des Landes“ an Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes Mossad weitergegeben. Er sei in „sechs europäischen Ländern und in Tel Aviv“ ausgebildet worden. Misan Online zufolge war der nun Hingerichtete während des Zwölftage-Krieges mit Israel im Juni vergangenen Jahres festgenommen worden.
11:22 Uhr – Israels Verteidigungsminister meldet Tötung von iranischem Geheimdienstminister
Das israelische Militär hat den iranischen Geheimdienstminister Esmail Chatib getötet. Das teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit und kündigte weitere „bedeutende Überraschungen (…) an allen Fronten“ im Verlauf des Mittwochs an. Aus dem Iran gibt es dazu bislang keine Bestätigung. Katz sagte nach Angaben seines Büros, Chatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie „Bedrohungen nach außen“ verantwortlich gewesen.
10:55 Uhr – Irans getöteter Sicherheitschef Laridschani soll am Vormittag beigesetzt werden
Der von der israelischen Armee getötete iranische Sicherheitschef Ali Laridschani soll am Mittwoch beigesetzt werden. Wie die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim am Mittwoch meldeten, sollte die Beisetzung um 11:30 Uhr MEZ in der Hauptstadt Teheran erfolgen. Auch der getötete Anführer der für die innere Sicherheit im Iran zuständigen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, sollte dann den Angaben zufolge beigesetzt werden.
10:14 Uhr – Irans Geheimdienst geht gegen Opposition vor
Irans Geheimdienst ist eigenen Angaben zufolge gegen Dutzende Netzwerke von Oppositionellen vorgegangen. In 26 Provinzen seien „111 Zellen“ von Monarchisten identifiziert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Gemeint sind Anhänger des Schah-Sohns Reza Pahlavi, der im Ausland eine führende Rolle in der Opposition beansprucht. Es sei zu Festnahmen gekommen.
Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen „zur Auslösung von Straßenunruhen“ beschlagnahmt. Vier Personen seien außerdem wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen worden. Sie sollen dem „Feind“ in den Provinzen Hamedan und West-Aserbaidschan Informationen über die Positionen von Sicherheitskräften verraten haben. Auch mehrere Menschen seien festgenommen worden, die Informationen und Fotos an den persischsprachigen Exilsender „Iran International“ übermittelt hätten. Tasnim meldete zudem die Beschlagnahme von 350 Starlink-Geräten.
10:00 Uhr – Atomkraftwerk Buschehr im Iran laut IAEA von Geschoss getroffen
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA von einem Geschoss getroffen worden. Sie sei „vom Iran darüber informiert worden, dass am Dienstagabend ein Geschoss das Gelände des Kernkraftwerks Buschehr getroffen hat“, erklärte die UN-Organisation mit Sitz im österreichischen Wien in Onlinediensten. „Es wurden weder Schäden an der Anlage noch Verletzungen von Mitarbeitern gemeldet“, hieß es weiter.
IAEA-Chef Rafael Grossi „bekräftigt seinen Aufruf zur Zurückhaltung während des Konflikts, um jedes Risiko eines Atomunfalls zu vermeiden“, hieß es in der Erklärung der Behörde. Das AKW Buschehr im Südwesten des Iran verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes, der nach Angaben der IAEA im Jahr 2011 erstmals ans Stromnetz angeschlossen worden war.
09:50 Uhr – Iran meldet Tote und Verletzte bei Angriff auf Justizgebäude
Die iranische Justiz hat Tote und Verletzte bei einem Angriff auf eine Einrichtung des Justizwesens im Süden des Landes gemeldet. Die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete, bei dem Angriff auf die Einrichtung im Bezirk Larestan der Provinz Fars seien sowohl Zivilisten als auch Mitarbeiter des Rechtswesens getötet und verletzt worden. Die genaue Zahl der Opfer sei noch unklar, erklärte Misan. Für den Angriff sei „der Feind“ verantwortlich.
07:26 Uhr – Bahnhof in Tel Aviv von Rakete getroffen
In Bnei Berak östlich von Tel Aviv wurde dem Rettungsdienst zufolge ein Mann mit leichten Splitterverletzungen an der Hand ins Krankenhaus gebracht. Schäden aufgrund des Raketenangriffs wurden zudem am Bahnhof Savidor in Tel Aviv gemeldet. Der Zugverkehr an dem Bahnhof wurde vorübergehend eingestellt. Medienberichten zufolge musste die Feuerwehr wegen mehrerer Brände im Zentrum Israels ausrücken, nachdem dort Raketen eingeschlagen waren. Die meisten Geschosse konnte die Luftabwehr nach Militärangaben abfangen.
06:50 Uhr – USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Straße von Hormus ein
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen. „Mehrere“ der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien „erfolgreich eingesetzt“ worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.
Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten „eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge“ dargestellt.
05:37 Uhr – Weitere Tote bei Angriff auf Israel
Bei einem heftigen iranischen Raketenangriff aus Rache für den Tod des Spitzenfunktionärs Laridschani sind zwei Menschen in Israel getötet worden. Bei dem Angriff setzten die iranischen Streitkräfte Medienberichten zufolge mit Streumunition versehene Gefechtsköpfe ein. Am Einschlagsort in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv seien ein Mann und eine Frau im Alter zwischen 70 und 80 Jahren getötet worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.
04:56 Uhr – Saudi-Arabien lädt Außenminister zu Beratungen ein
Saudi-Arabien hat Außenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen eingeladen. Bei dem Treffen am Mittwochabend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, teilte das Außenministerium mit. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt.
04:36 Uhr – Irans Außenminister: Globale Folgen des Krieges werden „alle treffen“
Die Folgen des Iran-Krieges werden nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi weltweit zu spüren sein. „Die Welle globaler Auswirkungen hat gerade erst begonnen und wird alle treffen, unabhängig von Wohlstand, Glauben oder Herkunft“, erklärte Araghtschi im Onlinedienst X. Er fügte seinem Beitrag die Rücktrittserklärung des Leiters des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums der USA (NCTC), Joe Kent, an.
Immer mehr Stimmen, darunter europäische und US-Vertreter, würden den Krieg gegen den Iran als „ungerecht“ bezeichnen, erklärte Araghtschi. „Weitere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft sollten diesem Beispiel folgen“, forderte er.
Kent hatte am Dienstag aus Protest gegen den Iran-Krieg seinen Rücktritt erklärt. Der führende Geheimdienstmitarbeiter und Gefolgsmann von US-Präsident Donald Trump schrieb im Onlinedienst X, der Iran sei „keine unmittelbare Bedrohung“ für die USA gewesen.
03:33 Uhr – Israelische Armee ruft Menschen im Zentrum von Beirut zur Evakuierung auf
Die israelische Armee hat die Bewohner eines zentralen Viertels der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete in Onlinediensten eine „dringende Warnung an die Einwohner des Viertels Baschura“. Die israelische Armee werde dort in Kürze gegen eine Anlage der pro-iranischen Hisbollah-Miliz vorgehen.
Adraee veröffentlichte eine Karte des Viertels mit einem Gebäude, dem Anwohner „zu ihrer eigenen Sicherheit“ auf eine Distanz von mindestens 300 Metern fernbleiben sollten.
02:47 Uhr – Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.
02:42 Uhr – Mindestens sechs Tote bei israelischen Angriffen in Beirut
Bei israelischen Angriffen im Zentrum der libanesischen Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens sechs Menschen getötet worden. 24 weitere Menschen seien einer vorläufigen Zählung zufolge verletzt worden, erklärte das Ministerium. Libanesische Medien hatten zuvor von israelischen Angriffen ohne Vorwarnung in den zentralen Beiruter Stadtteilen Sukak al-Blat und Basta berichtet.
01:41 Uhr – Golfstaaten melden Raketenangriffe
Mehrere Golfstaaten haben erneut Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium gemeldet. Die Flugabwehr „reagiert auf die Bedrohungen durch Raketen und Drohnen aus dem Iran“, teilten die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate mit, während Journalisten der Nachrichtenagentur AFP von mehreren lauten Explosionen in der emiratischen Metropole Dubai berichteten. Die Behörden in Saudi-Arabien und Kuwait meldeten ebenfalls Angriffe.
Das saudiarabische Verteidigungsministerium erklärte, die Armee habe insgesamt sechs Drohnen im Osten des Landes zerstört. Die kuwaitische Armee teilte derweil im Onlinedienst X mit: „Die kuwaitische Luftabwehr fängt derzeit feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab.“
00:01 Uhr – VAE-Botschafter ruft Iran zu sofortigem Stopp der Angriffe auf
Nach den Luftangriffen aus dem Iran setzen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) auf Deeskalation, pochen aber zugleich auf ihr Recht auf Selbstverteidigung. Mit den USA werde man weiter als Partner zusammenarbeiten, um eine weitere Eskalation in der Region zu verhindern, sagte der VAE-Botschafter in Deutschland, Ahmed Alattar, dem „Handelsblatt“. „Gleichzeitig behalten wir uns das volle Recht auf Selbstverteidigung nach internationalem Recht vor.“
Der Iran beschießt die Golfstaaten seit Beginn des Kriegs. Am stärksten sind die Emirate unter Beschuss. Irans neues Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei hatte die Golfstaaten aufgefordert, US-Stützpunkte zu schließen, sonst würden die Angriffe fortgesetzt.
dpa/AFP/AP/Reuters/sebe/doli/jmr/krö/säd/ceb/jra
