Ein einziger Besuch im „Chez Panisse“, einem der besten Restaurants der USA, reichte aus, um Samin Nosrat davon zu überzeugen: Das will ich auch machen. Die Kalifornierin mit iranischen Wurzeln schmiss kurzerhand ihr Englisch-Studium und begann zunächst im Service, dann als Küchenkraft, später als Köchin in gehobenen Restaurants zu arbeiten, darunter dann auch im „Chez Panisse“. Inzwischen hat die 46-Jährige den Restaurantbetrieb hinter sich gelassen. Bereits ihr erstes Kochbuch war ein weltweiter Erfolg – und ein Triumph über die Schwellenangst am Herd: In „Salz. Fett. Säure. Hitze“ ermutigte die Autorin ihr Publikum: Wer diese vier Säulen der Küche verstehe, dürfe sich unbekümmert an Freestyle ohne Rezepte wagen. Auch der kürzlich erschienene Nachfolger „Etwas Gutes“ (Kunstmann) ist kein klassisches Kochbuch und aus dem Stand zum Bestseller geworden. Im Gespräch wirkt Nosrat, der es viel um (die schwindende) Gemeinsamkeit in der Küche geht, so unkompliziert, wie man sie sich vorgestellt hat – was auch an ihrem ansteckenden lauten Lachen liegt.
