
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verteidigt den Verkauf eines T-Shirts mit einem Motiv zu den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin gegen Kritik. Im Onlineshop wird das Shirt
im Rahmen der sogenannten Heritage Collection mit Artikeln, die
Plakate früherer Olympischer Spiele zeigen, angeboten und ist derzeit
ausverkauft. Auf dem Shirt sind unter den olympischen Ringen eine
männliche Figur mit Lorbeerkranz über der Quadriga des Brandenburger
Tors sowie unter anderem der Aufdruck „Germany Berlin 1936 Olympic
Games“ zu sehen.
Klara Schedlich, Sprecherin für Sportpolitik der Grünenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, wirft dem IOC
vor, „dass es seine eigene Geschichte offenbar nicht ausreichend
reflektiert“. Sie forderte, den Verkauf zu stoppen. „Die Olympischen
Spiele 1936 waren ein zentrales Propagandainstrument des NS-Regimes. Das
T-Shirt erweckt optisch den Eindruck, an diese Ästhetik anzuknüpfen.“
Ohne kritische Einordnung sei „diese Bildwahl problematisch und für ein
T-Shirt ungeeignet“.
IOC verweist auf historische Aufarbeitung in Museum
Das IOC teilte mit,
dass man „selbstverständlich die historische Problematik der NS-Propaganda im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 1936 in
Berlin anerkenne“. „Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass in
Berlin 4.483 Athleten aus 49 Ländern in 149 Wettbewerben um Medaillen
kämpften.“ Der historische Zusammenhang dieser Spiele werde weiter im Olympischen Museum in Lausanne erklärt. Die Anzahl der vom IOC produzierten T-Shirts zur Ausgabe von 1936 sei limitiert, weshalb sie derzeit ausverkauft seien.
Das IOC erläuterte,
dass es damit auch sein geistiges Eigentum schütze. Dass diese
Markenrechte weiterhin gültig seien, hänge davon ab, dass diese weiter
genutzt werden. Ansonsten könnten diese von anderen genutzt werden.
