„Inländischer Terrorismus“: FBI bündelt Ermittlungen zu Tesla-Attacken in Taskforce


„Inländischer Terrorismus“

FBI bündelt Ermittlungen zu Tesla-Attacken in Taskforce

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Seit der Amtsübernahme Trumps und dem Aufstieg Musks zum Chef-Entrümpler des US-Regierungsapparats ist Tesla Ziel von Attacken: Autos, Händler, Ladesäulen – an vielen Stellen entlädt sich die Wut gegen den Einfluss des Tech-Milliardärs. Nun wird das FBI aktiv.

Die US-Bundespolizei FBI hat nach dem Fund mehrerer Brandsätze in einem Autohaus in Austin im Bundesstaat Texas eine Taskforce eingerichtet, um die Drohungen gegen Tesla zu untersuchen. „Das FBI hat in Zusammenarbeit mit der ATF [Alcohol, Tobacco, Firearms, and Explosives] eine Taskforce gegründet, um die Ermittlungen zu koordinieren und gegen gewalttätige Anschläge auf Tesla vorzugehen. Mehr dazu in Kürze“, schrieb Ben Williamson, stellvertretender Direktor für Öffentlichkeitsarbeit des FBI, auf X in Reaktion auf einen Artikel einer Reporterin der „New York Post“ im Weißen Haus über die Taskforce.

Die Reporterin der „Post“, Diana Glebova, hatte geschrieben, das FBI habe die Task Force gegründet, um „zu versuchen, die Kriminellen festzunageln, die Tesla-Fahrzeuge und Ladestationen in Brand setzen“. Die Bundespolizei bezeichne die Taten als „inländischen Terrorismus“ und beobachte einen Anarchie-Blog, der zu weiteren Taten aufrufe. Die zehnköpfige Taskforce werde aus ATF-Spezialagenten und Geheimdienstanalysten sowie Mitgliedern der FBI-Abteilung für Terrorismusbekämpfung bestehen, schreibt die Zeitung.

„Das FBI hat den Anstieg gewalttätiger Aktivitäten gegen Tesla untersucht. Und in den letzten Tagen haben wir zusätzliche Schritte unternommen, um hart durchzugreifen und unsere Reaktion zu koordinieren“, schrieb FBI-Direktor Kash Patel auf X. „Das ist inländischer Terrorismus. Die Verantwortlichen werden verfolgt, gefasst und vor Gericht gestellt.“

Der „New York Post“ zufolge wurden dem FBI in diesem Monat 48 Vorfälle im Zusammenhang mit Tesla gemeldet, in mindestens sieben Fällen ermittelte die Bundespolizei gemeinsam mit den örtlichen Strafverfolgungsbehörden. Zu den Vorfällen gehörten das Anzünden von Tesla-Autos, Cybertrucks und Ladestationen, das Werfen von Molotow-Cocktails auf Fahrzeuge und das Besprühen eines Tesla-Autohauses in San Diego mit Graffiti, so die „Post“.

Die Zahl der öffentlichen Proteste gegen Tesla hat landesweit zugenommen. Der CEO des Unternehmens, Elon Musk, leitet die umstrittene Abteilung für Regierungseffizienz und ist ein enger Berater des US-Präsidenten Donald Trump. Weder das Weiße Haus noch Tesla waren für eine Stellungnahme zu der neuen Taskforce zu erreichen.