„In einem Haus wie diesem kann man es sich nicht leisten, abgehoben zu sein“ – Wirtschaft

Ein prächtiger Gründerzeitbau: der ehemalige Bahnhof von Baden-Baden, wo einst halb Europa anreiste, um zu kuren, Kultur zu genießen und im Casino viel Geld zu verspielen. Vor fast 30 Jahren wurde er zum Opern- und Konzerthaus umgebaut, mit 2500 Sitzplätzen das größte in Deutschland. Seit 2019 ist Benedikt Stampa Intendant am Festspielhaus Baden-Baden. Im Gegensatz zu fast allen größeren Theatern und Orchestern wird der Spielbetrieb nicht staatlich subventioniert, die Stadt kümmert sich lediglich um die Instandhaltung des Gebäudes. Stampa, der Musikwissenschaftler aus dem Münsterland, hat keine leichte Aufgabe, schon gar nicht in Krisenzeiten wie diesen.