Bayer Leverkusen hat in der Champions League den 2:0-Hinspielsieg gegen Olympiakos Piräus mühelos ins Ziel gebracht – und könnte nach dem 0:0 bald innerhalb von sechs Wochen viermal auf den FC Bayern München treffen.
Nachdem die „Werkself“ am vergangenen Wochenende den Rekordmeister bereits als Gegner im heimischen Stadion für das Halbfinale des DFB-Pokals zugelost bekommen hat, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der deutsche Rekordmeister auch im Achtelfinale der Champions League Leverkusens Kontrahent wird, bei 50:50. Bei der Auslosung am Freitag entscheidet sich, ob Bayer auf die Bayern oder den FC Arsenal treffen wird, die Partien finden am 10./11. und 17./18. März statt.
Damit würden die Bayer-Bayern-Duelle genau das Aufeinandertreffen in der Bundesliga ummanteln, das am 14. März in der BayArena stattfindet. Bereits in der vergangenen Saison hatten Leverkusen und München das Achtelfinale der Königsklasse gegeneinander bestritten, der Rekordmeister setzte sich zweimal deutlich mit 3:0 und 2:0 durch. Das Quadruple der Mannschaften der Trainer Kasper Hjulmand und Vincent Kompany würde das Pokal-Halbfinale am 21. April beschließen.
Start gegen Olympiakos deutet auf tolles Spiel – doch es kommt anders
Die erste Halbzeit gegen Olympiakos war in zwei Teile geteilt: Turbulente erste acht Minuten und folgende 38 Minuten, in denen so gut wie gar nichts passierte. Nach seinem Doppelpack im Hinspiel hatte Patrik Schick in der Anfangsphase bereits zwei große Gelegenheiten, um die Sache frühzeitig ganz deutlich zugunsten seines Teams zu gestalten. Doch sowohl sein Kopfball (4.) als auch sein Lupferversuch frei vor dem Tor (6.) gingen am gegnerischen Gehäuse vorbei.
Insgesamt war Olympiakos da schon das offensiv ausgerichtetere Team, Gefahr versprühten die Griechen dann mal beim guten Fernschuss von Chiquinho, der den Winkel des Leverkusener Tores knapp verfehlte (8.). Danach stand Bayer sehr tief und hatte wenig Mühe mit den gegnerischen Offensivbemühungen, versuchte derweil selbst, mit langen Ballstaffetten nach vorne zu kommen, was aber auch nicht von Erfolg gekrönt wurde. Die Folge war ein nicht wirklich zuschauerfreundliches Spiel.
Grimaldos Lattenkracher der einzige Höhepunkt
Zu Beginn des zweiten Durchgangs sorgte Gelson Martins mal für einen Überraschungsmoment, bei seinem Volleyschuss aus spitzem Winkel war Janis Blaswich dennoch hellwach und konnte mit einer Flugparade abwehren (49.). Für einen Augenblick war zu erkennen, dass Olympiakos das Team war, dass zu Toren verpflichtet war – doch mehr als ein Augenblick war es nicht, die Partie verflachte wieder.
Bis zur 62. Minute, als Alejandro Grimaldo die Massen mit einem Lattenkracher aus dem möglichen Königsklassen-Nickerchen holte, aus kurzer Distanz und spitzem Winkel knallte der Leverkusener Linksverteidiger den Ball an den Querbalken. Von Olympiakos gab es derweil weiter nur höchstens Halbchancen wie einen Fernschuss von Martins am Tor vorbei (72.). Nichts deutete darauf hin, dass die Griechen den 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel noch egalisieren könnten.
Und so war es auch. Piräus war das Bemühen zwar anzumerken, das war aber derart harmlos, dass zu keiner Sekunde auch nur ein Hauch von Spannung aufkam. Leverkusen verpasste es seinerseits, bei mehreren Kontergelegenheit (Schick vergab in der 92. Minute noch seine dritte Chance) etwas für das eigene Selbstvertrauen zu tun, das nach dem 0:1 am vergangenen Wochenende bei Union Berlin angeknackst sein dürfte.
So braucht es nach 90 Minuten Verwaltungsmodus am Samstag eine Leistungssteigerung, um in der Bundesliga gegen Mainz 05 (15.30 Uhr) wieder zu siegen – und erst recht beim möglichen Vierfach-Duell gegen die Bayern.

