HSV holt in Heidenheim „Big Points“ im Abstiegskampf

Keke Topp gegen

Stand: 07.02.2026 23:57 Uhr

Der Hamburger SV hat das Kellerduell beim 1. FC Heidenheim gewonnen und damit enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga eingefahren.

Beim 2:0-Auswärtssieg vor 15.000 Fans in der Arena in Heidenheim trafen Ransford Königsdörffer (45.+3) und Rayan Philippe (78.) am Samstag für die „Rothosen“. „Das 2:0 hat uns gekillt“, sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt der Sportschau: „In einem ausgeglichenen Spiel macht der Gegner zwei Tore und wir keins.“

Für die Hamburger war es nach sechs Spielen ohne Sieg der erste Dreier im neuen Jahr. Zuletzt hatte das Team aber drei Unentschieden in Serie geholt, darunter war auch der Achtungserfolg beim 2:2 gegen Bayern München. „Es fühlt sich sehr schön an“, sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der Sportschau: „Unser Weg ist noch lange nicht zu Ende.“

In der Tabelle kletterte der HSV mit jetzt 22 Punkten auf Rang elf. Heidenheim, das jetzt acht Partien ohne Sieg ist, bleibt mit 13 Zählern Letzter. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt sechs Punkte.

Heidenheim mit dem besseren Start

Die erste Chance hatten die Heidenheimer. Nach einer schönen Flanke von Arijon Ibrahimović zog Niklas Dorsch nach einer kurzen Drehung direkt aufs Tor, HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes konnte das Leder wegfausten.

Dann lud der HSV die Heidenheimer zum Toreschießen ein. Miro Muheim spielte den Ball in der eigenen Hälfte in die Füße von Marvin Pieringer, der sofort abzog, den von Heuer Fernandes verlassenen Kasten aber verfehlte.

HSV übernimmt das Spiel und trifft

Was die Spielanlage anging, waren die Hamburger aber das bessere Team. Ruhig und überlegt ging es geduldig immer wieder nach vorne. Und die Norddeutschen bekamen dann auch ihre Chancen und übernahmen das Kommando.

Nach knapp 25 Minuten meldete sich der HSV erstmals ernsthaft vorne an. Mit einem satten Schuss aus 18 Metern zwang Albert Lokonga Torwart Diant Ramaj zu einer starken Parade. Dann klärte Ramaj eine Muheim-Flanke gerade noch so vor dem einschussbereiten Bakery Jatta, Fabio Vieira setzte den technisch anspruchsvollen zweiten Ball aus acht Metern über die Latte. Bei den Heidenheimern dagegen tat sich nach vorne hin so gut wie nichts mehr.

Die Hamburger Führung lag in der Luft und sie fiel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Philip Otele spielte mit einem schönen Pass den durchstartenden Königsdörffer frei und der traf mit einem satten Linksschuss aus elf Metern zur verdienten 1:0-Führung für die Gäste.

Heidenheim geht ins Risiko

Wie zu Beginn des Spiels kamen die Heidenheimer mit etwas mehr Wucht aus der Kabine und suchten früh das Risiko. Mehr als einige Halbchancen sprangen aber dabei nicht heraus, im letzten Drittel fehlten Genauigkeit, Durchschlagskraft und Qualität. Die beste Chance hatte Patrick Mainka, der mit einem wuchtigen Kopfball nach Flanke von Marnon Busch an Heuer Fernandes scheiterte. Der Torwart musste da alles aufbieten.

Von der Außenlinie versuchte FCH-Trainer Frank Schmidt alles und brachte mit Budu Zivzivadze, Mathias Honsak, Sirlord Conteh, Stefan Schimmer und Adrian Beck neue Offensivkräfte. Und dann konnte sich der HSV bei seinem Torwart bedanken. Heuer Fernandes kratzte bei einer Heidenheimer Doppelchance Kopfbälle von Benedikt Gimber und Eren Dinkci aus dem Eck.

HSV schlägt eiskalt zurück

Mitten hinein in die Heidenheimer Drangphase schlug der HSV dann eiskalt zu. Philippe war es, der einen schönen Konter über Vieira zum wichtigen 2:0 abschloss. Kurz danach waren die Heidenheimer im Pech, als ein Treffer von Schimmer wegen einer Abseitsstellung nicht zählte.

Heidenheim in Augsburg, HSV gegen Union

Heidenheim ist am nächsten Spieltag am Sonntagnachmittag beim FC Augsburg zu Gast (15.30 Uhr). Der HSV empfängt am Samstagnachmittag Union Berlin (15.30 Uhr).