Horrorsturz bei Mailand-Sanremo: Silvestri mit Rippenbrüchen – „Hätte schlimmer kommen können“

Debora Silvestri (Archivbild)

Stand: 22.03.2026 • 10:24 Uhr

Die italienische Radrennfahrerin Debora Silvestri hat bei ihrem Horror-Sturz auf einer Abfahrt des Frühjahrsklassikers Mailand-Sanremo fünf gebrochene Rippen und einen Mikrobruch in der Schulter erlitten.

In den sozialen Medien gab sich die Italienerin pragmatisch: „Nicht das Finale, das ich mir vorgestellt habe. (…) Es hätte schlimmer kommen können. Zeit sich zu erholen, aber keine Sorge, ich komme wieder“, teilte Silvestri auf Instagram mit.

Die 27-Jährige war am Samstag auf der Abfahrt der Cipressa über die Leitplanke einige Meter in die Tiefe auf einen asphaltierten Weg gestürzt. Silvestri wurde ins Krankenhaus gebracht, war aber bei Bewusstsein, wie ihr Team Laboral Kutxa mitteilte.

Weitere Fahrerinnen stürzen, Kopecky siegt im Sprint

Bei dem Vorfall waren zunächst einige Fahrerinnen, darunter Ex-Tour-Siegerin Kasia Niewiadoma-Phinney, zu Fall gekommen. Silvestri hatte versucht auszuweichen und war dann über die Leitplanke gegangen. Das gleiche Schicksal teilte eine weitere Fahrerin, die aber offenbar nicht so unglücklich aufgeprallt war und schnell wieder stehen konnte.

Das Rennen gewann die zweimalige Weltmeisterin Lotte Kopecky im Sprint vor der Schweizerin Noemi Rüegg. Der Klassiker hatte sich wie im Vorjahr auf der Zielgeraden entschieden. Fünf Fahrerinnen hatten sich am Poggio abgesetzt und waren für ihre Verfolgerinnen anschließend nicht mehr einholbar. Aus dem Quintett attackierte Kopecky am Ende und gewann klar vor Rüegg und Eleonora Camilla Gaparrini.

Auch im Männer-Rennen hatte es einige Stürze gegeben, die aber glimpflicher abliefen. Auch Tadej Pogacar ging zu Boden, der Weltmeister konnte aber trotzdem das Rennen gewinnen.