Hannover patzt gegen Dresden im Aufstiegsrennen

Hannovers Benjamin Källman (r.) im Duell um den Ball mit Dresdens Kofi Amoako

Stand: 23.02.2026 • 00:00 Uhr

Hannover 96 hat im Heimspiel gegen Dynamo Dresden eine enttäuschende Leistung gezeigt und die Chance verpasst, in der 2. Fußball-Bundesliga ganz nah an einen Aufstiegsplatz heranzurutschen.

Die Partie gegen Dynamo Dresden wird in den Geschichtsbüchern von Hannover 96 wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen. Genau wie das Ergebnis. Das 0:0 zwischen den Niedersachsen und den Gästen aus Sachsen am 23. Spieltag der 2. Liga dürfte nur die abstiegsbedrohten Dresdner erfreuen – und bei den Hannoveranern vor allem Frust ob der enttäuschenden Leistung erzeugen.

Nach vier Siegen in Folge fand das Team von Trainer Christian Titz am Sonntag gegen die Dresdner nie zu seiner Leistungsstärke und verpasste es, mit dem Tabellendritten SV Elverberg gleichzuziehen.

Hannovers Titz hadert mit Chancenverwertung

Titz war daher nur bedingt zufrieden. „Wir haben das Spiel von Minute 30 an kontrolliert und nichts mehr zugelassen. Wir hatten ausreichend Gelegenheit, das Spiel für uns zu entscheiden“, sagt der 96-Coach gegenüber der Sportschau.

Dynamo Dresden bestätigt Formanstieg

Das Dynamo-Team von Trainer Thomas Stamm kann nicht zuletzt durch diesen hart erkämpften Punkt weiter an den Klassenerhalt glauben und bestätigte seinen Formanstieg mit dem bereits neunten Punkt in der Rückrunde.

„Wir haben eine sehr gute, dominante erste Halbzeit gespielt mit und ohne Ball“, freute sich Stamm. Vor allem mit der Deckungsleistung seiner Mannschaft war er zufrieden. „Wir haben gesagt, dass wir defensiv stabiler werden müssen. Das ist uns jetzt Woche für Woche gelungen“, so Stamm am Sportschau-Mikrofon.

Mieser Kick im Dauerregen

Es dauerte 43 Minuten, bis sich die erste, zumindest erwähnenswerte Torszene in dieser Partie abzeichnete. Nach einem Ballverlust der Dresdner am eigenen Strafraum kam Hannovers Angreifer Elias Saad aus zehn Metern Torentfernung an den Ball, sein Schuss wurde aber zur Ecke abgefälscht. Ansonsten? Vor allem Leerlauf.

Beide Teams zeigten bis dahin eine taktisch geprägte und tempoarme Partie ohne Höhepunkte. Die Leistungen beider Teams waren so trüb und mies wie der Dauerregen in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Die rund 40.000 Zuschauer, darunter 4.500 Fans aus Sachsen, benötigten viel Leidenskraft, um die Darbietung auf dem sehr nassen Rasen ertragen zu können.

Hannover mit mehr Energie

Das Niveau sollte sich auch zu Beginn des zweiten Durchgangs nicht verbessern, die Partie plätscherte weiter vor sich hin. Zumindest nach einer Stunde erhöhte das Titz-Team das Tempo und versuchte Torgefahr zu entwickeln.

Vor allem 96-Angreifer Daisuke Yokota tat sich dabei hervor, ohne sich aber entscheidend durchsetzen zu können. Immerhin waren die Hannoveraner energetischer und darum bemüht, einen Treffer zu erzielen.

Dresden verteidigt nur noch

Die Dresdner zogen sich dagegen immer weiter zurück und verteidigten nur noch ihr Tor. Den Schuss von Hannovers Verteidiger Boris Tomiak aus 13 Metern konnte Tim Schreiber parieren (71.), genau wie einen Kopfball des eingewechselten Stefan Teitur Thordarson aus fünf Metern (90.+5).

Ansonsten hatte der Dresdener Torhüter an diesem Nachmittag überraschend wenig zu tun.

Hannover in Bielefeld, Dresden gegen Darmstadt

Hannover ist am Samstagmittag (28.02.2026, 13 Uhr) bei Arminia Bielefeld zu Gast. Dresden empfängt zum Auftakt des 24. Spieltags am Freitagabend den SV Darmstadt 98 (18.30 Uhr).