Deutschlands Halbfinalgegner fühlt sich mies behandelt. Trainer Dagur Sigurðsson hält deshalb eine Wutrede, auf die Giovanni Trapattoni stolz wäre. Das hat Folgen.
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Dagur Sigurðssons Auftritt war kurz. Er dauerte nur etwas mehr als drei Minuten, aber hatte es in sich: „Wir erleben gerade die Bestätigung dafür, dass sich die EHF nicht um die Spieler kümmert, nicht um die Teams“, sagte der 52-jährige Trainer der kroatischen Handballer und verglich die Europäische Handballföderation (EHF) mit einer Fast-Food-Kette: „Die kümmern sich nicht um Qualität. Sie verkaufen nur.“ So klar und deutlich wird im Handball selten gesprochen, und Sigurðsson hatte weitere Kulinarikmetaphern parat: „Am nächsten Morgen packen sie uns wie gefrorene Hühnchen in einen Bus.“ Im Kern wollte Sigurðsson in etwa sagen: „Was erlaube EHF“, und wenn er diese Rede gesehen hat, wird sich Giovanni Trapattoni vor Rührung hoffentlich eine Flasche leer gemacht haben.
