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Nach der Niederlage gegen Serbien muss das deutsche Team das letzte Vorrundenspiel der Handball-EM wahrscheinlich gewinnen, um noch die Hauptrunde zu erreichen. Die News im Liveblog.
20:31 Uhr
Knorr und Wolff beginnen
Nach der Niederlage gegen Serbien hatte sich Juri Knorr über seine Spielzeit beschwert. Im „Endspiel“ gegen Spanien (jetzt live im ZDF und in der Audio-Vollreportage auf sportschau.de) startet der Spielmacher, neben ihm Julian Köster und Renars Uscins. Auf den Außen beginnen Lukas Mertens und Lukas Zerbe, am Kreis Kapitän Johannes Golla, Andreas Wolff steht im Tor.
19:48 Uhr
Schützenhilfe!
Das hätte kaum besser laufen können für die deutschen Handballer. Österreich besiegt Serbien, das DHB-Team benötigt deshalb gegen Spanien nur einen Punkt, um die Hauptrunde zu erreichen. Ein Sieg wäre aber angesichts der drohenden Gegner in der Hauptrunde besonders wertvoll.
19:20 Uhr
Die deutschen Fans feuern Österreich an
7830 Zuschauer sind bereits in der Jyske Bank Boxen, mehr als bei den frühen Spielen an den ersten beiden Spieltagen. Die Fans in Dänemark sind wie schon am Donnerstag und Samstag mehrheitlich Deutsche, jetzt feuern sie erstmal das österreichische Team an. Gewinnt das Team von Iker Romero, würde das Deutschlands Chancen aufs Weiterkommen schlagartig erhöhen.
18:55 Uhr
Lichtlein vor Turnier-Debüt
Bis eine Stunde vor Anpfiff muss Bundestrainer Alfred Gislason zwei Spieler seines 18-Mann-Kaders streichen. Erstmals im Spieltagsaufgebot ist Spielmacher Nils Lichtlein von den Füchsen Berlin, auch dessen Vereinskollege Matthes Langhoff soll wieder mitwirken. Rune Dahmke und Franz Semper werden nach Sportschau-Informationen gestrichen.
17:52 Uhr
Helfen Österreichs „Anti-Handballer“ den Deutschen?
Vor dem ersten Vorrundenspiel schmähte Deutschlands Torwart Andreas Wolff den Spielstil der Österreicher noch als „Anti-Handball“, jetzt drückt man eben jenem Nachbarstaat die Daumen. Wenn das Team von Iker Romero gegen Serbien gewinnt, würde Deutschland schon ein Punkt gegen Spanien reichen, um in die Hauptrunde einzuziehen. Hier gibt es das Spiel aus Herning im Livestream:
17:22 Uhr
Heißmachen vor dem Endspiel
Die deutschen Handballer durchliefen am Mittag wie üblich vor einem Spiel eine kleine Aktivierungseinheit im Mannschaftshotel. Im Kreis demonstriert das Team Geschlossenheit: „Rücken zur Wand, sch***egal. Was war, sch***egal. Wir glauben an uns und ziehen das heute!“
15:50 Uhr
Zugunglück in Spanien: Schweigeminute vor DHB-Spiel
Vor dem Spiel Deutschland gegen Spanien wird es eine Schweigeminute geben. Wie die Europäische Handball-Föderation bestätigte, soll damit der Opfer des schweren Zugunglücks in der Provinz Córdoba gedacht werden. Die Gedenkminute findet im Anschluss an die Nationalhymnen statt. Die Initiative ging von der spanischen Delegation aus, die um ein offizielles Zeichen des Mitgefühls gebeten hatte.
Die EHF entsprach dem Wunsch und ordnete die Durchführung der Schweigeminute vor dem Anwurf am heutigen Abend (20.30 Uhr/ZDF) in Herning an.
15:23 Uhr
Österreich gegen Serbien im Livestream
Österreich gegen Serbien – dieses Spiel ist für die deutschen Handballer von enorm wichtiger Bedeutung, sollten sie nicht ihrerseits mit mindestens drei Toren Unterschied gegen Spanien gewinnen. Zusehen ist das „Vorspiel“ um 18 Uhr im Sportschau-Livestream. Es kommentiert Florian Naß.
15:06 Uhr
Mertens über das vernachlässigte Außenspiel
Unzufrieden mit seiner Rolle auf dem Spielfeld ist auch Linksaußen Lukas Mertens. Der Magdeburger kam noch nicht wie erhofft zum Zuge. „Gegen Kroatien in den Testspielen haben wir es gut gemacht mit dem Spiel über außen. Dann kommen wir hier zur EM, und ich kriege gerade mal zwei Würfe“, sagte Mertens am ARD-Mikrophon.
Lukas Mertens im Auftaktspiel der EM gegen Torwart Leon Bergmann aus Österreich
Der Grund sei, dass die Spielweise bei der EM eher zentriert auf die Mitte ausgerichtet ist. „Das ist eben das Leid der Außenspieler“, so Mertens.
14:40 Uhr
Das „Endspiel“ im Audiostream verfolgen
Die entscheidende Partie der deutschen Handballer heute Abend gegen Spanien können Sie live im Audiostream der Sportschau verfolgen. Die TV-Übertragung übernimmt heute das ZDF.
14:18 Uhr
Über die Kritik an Gislason
Bundestrainer Alfred Gislason steht nach dem Desaster gegen die Serben schwer in der Kritik. Gegen Spanien müssen er und seine Mannschaft nun liefern, um das EM-Debakel abzuwenden.
Auch die ARD-Experten Dominik Klein und Johannes Bitter beziehen im Sportschau-Podcast „Handball auf die 1“ Stellung zur Personalie Gislason. Kleins Meinung ist: „Man muss immer auch die Spielerseite nennen.“
14:04 Uhr
Wie kann Deutschland Spanien schlagen?
Wenn es heute Abend gegen die Spanier im „Endspiel“ ums Weiterkommen geht (20.30 Uhr), dann wartet auf die deutschen Handballer vor allem im Angriff eine Menge Arbeit.
„Die sind sehr abgebrüht, spielerisch sehr gut und von daher müssen wir wirklich eine klasse Leistung bringen – mit sehr viel Herz, aber auch mit sehr viel Kopf“, blickt Bundestrainer Gislason voraus.
Zusammen mit Magdeburgs überragendem Torhüter Sergey Hernandez war die Defensive in beiden Vorrundenspielen die Basis für den Erfolg. Dass dessen Stellvertreter Ignacio Biosca mit drei gehaltenen Siebenmetern zusätzlich in dieser Disziplin ein echter Spezialist ist, rundet die defensive Masterclass der Iberer ab.
12:39 Uhr
Deutsche Torhüter oft im Fokus gegen die Spanier
Apropos, große Spiele gegen Spanien. Unvergessen ist natürlich auch das Halbfinale bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, als die deutschen Handballer nach zweimaliger Verlängerung und Siebenmeterwerfen am Ende mit 32:30 ins Endspiel einzogen.
Überragend damals auf deutscher Seite: Torwart Henning Fritz. Andreas Wolff stand ihm dann im EM-Finale 2016 und auch beim Olympia-Turnier 2024 in nichts nach.
11:37 Uhr
Große Spiele gegen Spanien
Deutschland gegen Spanien im Handball- das waren immer große Spiele. Bei den Olympischen Spielen 2024 gab es die letzten beiden Duelle gegeneinander: Zunächst setzte sich das Team von Alfred Gislason in der Vorrunde in Paris mit 33:31 durch und wurde später Gruppensieger.
Anschließend trafen sich beide Teams im Halbfinale wieder – und wieder gewann Deutschland, mit einem 25:24 nach Verlängerung.
Spielszene aus dem Spiel zwischen Deutschland und Spanien mit Marko Grgic
Unvergessen auch das Finale bei der EM 2016, als die deutschen Handballer mit 24:17 triumphierten.
Insgesamt ist die Bilanz allerdings negativ: In74 Partien gab es 29 deutsche und 39 spanische Siege, zählt man nur die Pflichtspiele, heißt es 22:5 für Spanien.
10:38 Uhr
Einfach oder doch kompliziert? – die Rechenspiele
Es ist eigentlich ganz einfach und kann doch ganz schön kompliziert werden – die Ausgangslage vor dem letzten Gruppenspiel bei der EM heute Abend gegen Spanien (20.30 Uhr).
Also, machen wir es einfach. Wenn Deutschland gegen Spanien mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnt, sind die DHB-Handballer in der Hauptrunde. Auch ein einfacher Sieg würde reichen, wenn Serbien maximal Unentschieden gegen Österreich spielt. Alle weitere Optionen findet ihr auch hier.
ARD-Experte Dominik Klein würde dagegen gar nicht groß rechnen. „Aus Sportlersicht haben wir das gerade zu biegen, was gegen Serbien schiefgelaufen ist. Wir müssen einfach alles in die Richtung packen, dass wir es selber in der Hand haben“, sagte Klein im Podcast „Handball auf die 1“.
09:49 Uhr
Herzlichen Glückwunsch, „Jo“ Deckarm
Die Handball-Legende Joachim Deckarm wird am heutigen Montag 72 Jahre alt. Alles Gute, lieber „Jo“! Der frühere Gummersbacher gehörte zu seiner Zeit zu den besten Handball-Spielern der Welt und wurde mit Deutschland 1978 Weltmeister, ehe ein schlimmer Unfall in Ungarn sein Leben veränderte.
Deckarm inspiriert Menschen bis heute, auch wegen seiner bewegenden Lebensgeschichte.
09:03 Uhr
Marcos Fis – Spaniens Zukunft
Die Zeit der ganz großen Stars im spanischen Handball ist also vorbei, aber die Zukunft steht schon in den Startlöchern. Da ist vor allem ein Teenager zu nennen: Marcos Fis Ballester, der rechte Rückraumspieler von BM Granollers, der mit seinen 18 Jahren zu den jüngsten Spielern in diesem EM-Turnier zählt.
Marcos Fis wirft aufs Tor
In den ersten beiden Vorrundenspielen ließ der Youngster seine Klasse bereits aufblitzen und erzielte vier Tore. Bei der U19-WM im Sommer wurde er übrigens zum MVP gewählt.
08:28 Uhr
Kein klarer Star bei den Spaniern
Nach dem enttäuschenden 13. Platz bei der EM 2024 hat Trainer Jordi Ribera den Kader deutlich umgestellt. Abwehrchef Viran Morros und der langjährige Regisseur Joan Canellas sind nicht mehr dabei. Außerdem verschob sich der Fokus weg von den beiden Dujshebaev-Brüdern Alex und Daniel, hin zu einer breiteren Spielanlage.
Ribera setzt vermehrt auf junge Spieler und verteilt die Entscheidungsgewalt auf mehrere Köpfe, was die spanische Mannschaft schwerer ausrechenbar macht. Das unterstreicht der Blick auf die Top-Torschützen des Turniers. Kein Spanier unter den besten Zehn, aber vier Spieler unter den besten 52 Schützen (Tarrafeta, Gomez, Serdio, Casado).
06:23 Uhr
Der beste Torwart der besten Liga der Welt…
…steht aktuell bei den Spaniern zwischen den Pfosten. Sergey Hernandez vom Champions-League-Sieger SC Magdeburg hält in der laufenden Bundesliga-Saison 32,5 Prozent der Würfe auf sein Tor und steht bei 196 Paraden in 19 Spielen – kein Torhüter ist besser. Andreas Wolff, Deutschlands Nummer eins, rangiert mit 30,4 Prozent und 192 Paraden knapp dahinter. In der laufenden Europameisterschaft ist Wolffs Fangquote (33%) etwas besser als die von Hernandez (29%). Was bei den Spaniern noch hinzukommt: Hernandez‘ Ersatzmann Ignacio Biosca (HBC Nantes) hielt in diesem Turnier bereits drei Siebenmeter.
18.01.2026 • 22:05 Uhr
So erreicht Deutschland die Hauptrunde
Gewinnt Deutschland am Montagabend mit mindestens drei Toren Abstand gegen Spanien, ist die Hauptrunde gesichert. Welche Möglichkeiten gibt es noch? Wir haben es hier gesammelt:
18.01.2026 • 21:29 Uhr
Stress-Test für den Teamgeist
Diese Drucksituation ist auch ein Stress-Test für den Teamgeist der Deutschen. Spielmacher Juri Knorr deutete nach der 27:30-Pleite gegen Serbien negative Strömungen innerhalb der Mannschaft an, er forderte mehr Positivität. Was seine Mitspieler dazu denken und wie die Stimmungslage vor dem Endspiel am Montagabend (20.30 Uhr, live im ZDF und in der Audio-Vollreportage auf sportschau.de) ist.
18.01.2026 • 21:03 Uhr
Ein Krimi erwartet uns
Deutschland will mit einem Sieg über Spanien das Vorrundenaus abwenden. Jeder im Team weiß, wie groß der Druck ist. „Jetzt gilt es zu zeigen, welches Potenzial die deutsche Mannschaft wirklich hat“, sagte Torhüter Andreas Wolff beim Training am Sonntag zu Kollege David Späth. „Wenn nicht, scheiden wir aus.“
18.01.2026 • 20:33 Uhr
Kein klarer Star bei den Spaniern
Nach dem enttäuschenden 13. Platz bei der EM 2024 hat Trainer Jordi Ribera den Kader deutlich umgestellt. Abwehrchef Viran Morros und der langjährige Regisseur Joan Canellas sind nicht mehr dabei. Außerdem verschob sich der Fokus weg von den beiden Dujshebaev-Brüdern Alex und Daniel, hin zu einer breiteren Spielanlage.
Ribera setzt vermehrt auf junge Spieler und verteilt die Entscheidungsgewalt auf mehrere Köpfe, was die spanische Mannschaft schwerer ausrechenbar macht. Das unterstreicht der Blick auf die Top-Torschützen des Turniers. Kein Spanier unter den besten Zehn, aber vier Spieler unter den besten 52 Schützen (Tarrafeta, Gomez, Serdio, Casado).
18.01.2026 • 19:50 Uhr
Wie hakt man die Niederlage ab?
Es kann ein Vorteil sein, dass die deutschen Handballer nach nur einem Ruhetag direkt wieder spielen, sie können mit einem Sieg gegen Spanien den Patzer vom Serbien-Spiel etwas vergessen machen und dennoch ins Halbfinale einziehen. Andererseits bleibt nach dem Schock vom Samstagabend auch kaum Zeit, die Niederlage abzuhaken. Die Handball-Weltmeister von 2007, Johannes Bitter und Dominik Klein, haben zahlreiche Turniere mit der Nationalmannschaft gespielt. Im Sportschau-Podcast „Handball auf die 1“ mit Stephanie Müller-Spirra erklären sie, wie man sich in kurzer Zeit aufs nächste Spiel konzentrieren kann.
18.01.2026 • 19:12 Uhr
Was der DHB zu Gislasons Zukunft durchblicken lässt
Am Sonntag saß DHB-Präsident Andreas Michelmann auf einer Pressekonferenz und verteidigte Bundestrainer Gislason. „Alfred hat selbstkritisch seinen Fehler zugegeben“, sagte Michelmann. „Aber alle Trainer haben auch mal einen nicht so guten Tag. Wichtig ist es jetzt, die richtigen Schlüsse vor dem Endspiel gegen Spanien zu ziehen.“
Ob ein Vorrundenaus auch das Ende der Amtszeit des Isländers, der noch Vertrag bis Februar 2027 hat, bedeutet, ließ Michelmann offen. Aber der DHB-Boss, der schon vor dem Turnier die Zukunft Gislasons als Bundestrainer an eine erfolgreiche EM geknüpft hatte, wiederholte das Ziel des Verbandes: Halbfinale. Was letztlich durchblicken lässt: Das Spanien-Spiel ist auch ein Endspiel für Gislason.
18.01.2026 • 18:48 Uhr
Gislasons Auszeit-Panne
Neben dem letzten serbischen Treffer war natürlich Alfred Gislasons um Milisekunden zu früh genutzte Auszeit, die ein wichtiges Tor von Juri Knorr kostete, das Thema der Serbien-Pleite. Der Bundestrainer nahm das auf seine Kappe, erklärte die Situation am Sonntag noch einmal auf der Medienrunde des Deutschen Handballbundes (DHB).
18.01.2026 • 18:27 Uhr
Wieso das letzte serbische Tor teuer war
Wegen der 27:30-Niederlage der deutschen Handballer im zweiten EM-Vorrundenspiel gegen Serbien muss das DHB-Team im letzten Gruppenspiel gegen Spanien nun eigentlich punkten und wahrscheinlich sogar mit mindestens drei Toren Abstand gewinnen, um überhaupt noch die Hauptrunde zu erreichen. Mit einem Drei-Tore-Sieg gegen Spanien ist die DHB-Auswahl in jedem Fall weiter. Dass dort, im wahrscheinlichsten Fall, dann aber auch nur sehr kleine Chancen auf das Halbfinale bestehen würden, liegt ausgerechnet an den letzten Sekunden aus dem Serbien-Spiel.
18.01.2026 • 18:03 Uhr
Die Tabellensituation
Nach zwei Spielen führt Spanien die Tabelle in der Gruppe A mit vier Punkten vor Serbien und Deutschland (beide je zwei) an. Österreich (0:4) ist Letzter. Die ersten beiden Teams erreichen die zweite Turnierphase, die das DHB-Team noch nie verpasst hat. Als Deutschland 2000 zum bis dato letzten Mal in der Vorrunde ausschied, gab es anschließend direkt Halbfinal- und Platzierungsspiele.
| Platz | Mannschaft | Tore | Diff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Spanien | 59:52 | 7 | 4 |
| 2 | Serbien | 57:56 | 1 | 2 |
| 3 | Deutschland | 57:57 | 0 | 2 |
| 4 | Österreich | 52:60 | -8 | 0 |
18.01.2026 • 17:24 Uhr
Mit dem Rücken zur Wand
Deutschlands Handballer stehen im Vorrundenfinale der Europameisterschaft mit dem Rücken zur Wand. Um den Einzug in die Hauptrunde aus eigener Kraft zu schaffen, benötigt das Team von Bundestrainer Alfred Gislason im Duell mit Spanien am Montag (20.30 Uhr, live im ZDF und in der Audio-Vollreportage auf sportschau.de) einen Sieg mit drei Toren Vorsprung.
Nur im Falle eines Patzers der punktgleichen Serben gegen Österreich würde der deutschen Mannschaft schon ein knapper Erfolg oder sogar ein Remis zum Weiterkommen genügen.
