Handball | Champions League: SC Magdeburg verliert Spektakel gegen Barcelona und rutscht auf Rang zwei

Gisli Thorgeir Kristjansson (Magdeburg, 10) wirft ein Tor

Stand: 05.03.2026 • 23:23 Uhr

Der SC Magdeburg hat das Duell um den Gruppensieg gegen den FC Barcelona verloren. In einem unfassbar packenden Duell unterlag der amtierende Titelträger aus Sachsen-Anhalt dem Rekordsieger aus Spanien mit 29:36. Für die Spanier ist es der erste Sieg in Magdeburg seit September 2005.

Beide Teams zeigten sich in den ersten Minuten fehleranfällig, wirkten regelrecht nervös und schenkten den Ball immer wieder her. Zu Beginn schafften es vor allem die Katalanen nicht, aus ihren Chancen Kapital zu schlagen, erzielten aus fünf Wurfen nur einen Treffer und ließen Magdeburg so nach sieben Minuten zur 2:1-Führung kommen.

Vier Treffer in 28 Sekunden

Das unglaubliche Tempo ließ die fahrige Anfangsphase schnell in Vergessenheit geraten. Beide Teams trafen nahezu im Gleichschritt, wechselten sich gelegentlich mit der Führung ab, kamen aber zunächst nicht über das eine Tor hinaus. Bezeichnend für die Geschwindigkeit des Spiels: binnen 28 Sekunden trafen beiden Teams doppelt und stellten damit nach 18 Minuten von 8:8 auf 10:10.

Beide Teams schenkten keinen Zentimeter her.

In der Endphase des ersten Durchgangs nutzten die Spanier dann zwei erneute technische Fehler der Magdeburger und zogen auf 13:16 davon. In Gänze unbeeindruckt kamen die Grün-Roten jedoch schnell wieder zurück. Ein Doppelschlag von Tim Hornke sorgte nicht nur für eine tobende Halle, sondern zugleich für den 16:16-Pausenstand.

Negativlauf bringt die Entscheidung

Das Tempo setzte sich auch im zweiten Durchgang weiter fort. Nach zwei schnellen Toren der Blaugrana zum 16:18 liefen die Magdeburger einem Rückstand hinterher. Die Elbstädter hielten jedoch auch in der Folge die Trefferquote hoch, nutzten lange über 80% ihrer Würfe und kamen nach 45 Minuten zum 24:24-Ausgleich.

Bis zur 51. Spielminute blieben beide Teams weiter auf Augenhöhe. Nach dem erneuten 29:29-Ausgleich des verlor Magdeburg in der Defensive jedoch den Faden. Ein 0:7-Lauf in den letzten sieben Minuten besiegelte am Ende eine nicht unverdiente, aber letztlich zu hohe Niederlage. Barcelona schiebt sich mit dem Resultat an Magdeburg vorbei auf den ersten Platz.

Paul Kamm