
Gutes aufs Brot?
Honig vom Discounter ganz vorn bei den Testsiegern dabei
27.03.2025, 09:40 Uhr
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Honig wird per se allerlei gesundheitlicher Nutzen zugesprochen. Zudem wird er von den allseits geschätzten Bienen produziert. Dementsprechend erfreut sich die klebrige Zuckerlösung großer Beliebtheit. Ob auch die Qualität stimmt, hat Warentest untersucht.
Mehr als ein Kilo Honig isst jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr. Da sollte es dann auch schmecken und die Qualität des Naturprodukts stimmen. Wobei es nahezu egal ist, woher der Honig stammt, wie die Stiftung Warentest in ihrer neuesten Untersuchung von 24 Blütenhonigen feststellt. Denn Honigbienen weltweit arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Sie sammeln Nektar und andere süße Sekrete von Pflanzen, fliegen sie in ihren Stock und verarbeiten dort alles zu der klebrigen Masse. Guter Honig kann von überall herkommen.
Bei den Labor-Analysen kamen die Tester zwar manchem Etikettenschwindel auf die Spur – das von Dennree etwa zeigt eine Blumenwiese, obwohl vor allem Raps- und Baumpollen nachweisbar waren. Alnaturas Vielblütenhonig enthält vor allem Pollen von Sonnenblumen und Fetthennen – aber auch wenn Honig als eines der meistverfälschten Lebensmittel gilt – Hinweise auf Panschereien wurden nicht gefunden.
„Die meisten Honige sind sensorisch gut. Die Unterschiede liegen vor allem im Preis. Den Testsieger gibt es für rund 13 Euro pro Kilogramm. Deutlich günstiger sind sieben gute Honige von Handelsmarken der Discounter und Supermärkte im Test. Sie kosten oft weniger als die Hälfte“, erläutert Ina Bockholt, Ernährungsexpertin der Stiftung Warentest.
„Gut“ und unter 6 Euro
Mit knappem Vorsprung ist „Frühlingssummen“ der Marke Breitsamer (12,98 Euro pro Kilogramm) der Testsieger, er erhielt das Prädikat „gut“ und die Note 1,8. Fünf Eigenmarken bieten aber ebenfalls für unter 6 Euro gute Qualität. Unter anderem sind dies: „Vom Land Blüten-Honig cremig“ von Netto Marken-Discount (5,58 Euro, 1,9), „Maribel Cremiger Blütenhonig streichzart“ von Lidl (5,58 Euro, 1,9), „Ja Blütenhonig zartfließend“ von Rewe (5,98 Euro, 2,1).
Einige Honige fielen wegen erhöhter Gehalte an Hydroxymethylfurfural (HMF) auf. HMF gilt zwar als gesundheitlich unbedenklich, zu viel davon stellt aber ebenfalls die Naturbelassenheit infrage: Der Stoff entsteht durch Erwärmen zuckerreicher Lebensmittel. Das Produkt „Honig Himstedt“ überschritt dabei den gesetzlichen HMF-Grenzwert und wurde als einziger Honig im Test mit „mangelhaft“ bewertet.