Goretzka-Nachfolge? Bayern-Juwel Aseko spricht über seine Zukunft

Er ist einer der Shootingstars der aktuellen Zweitliga-Saison und könnte ab Sommer auch beim FC Bayern das Mittelfeld umpflügen: Noel Aseko, aktuell vom Rekordmeister an Hannover 96 ausgeliehen, gehört bei den Niedersachsen zum unumstrittenen Stammpersonal und stand in dieser Spielzeit in 25 von 26 möglichen Pflichtspielen auf dem Platz. Unter Trainer Christian Titz hat der zweikampfstarke Dauerläufer mit dem feinen rechten Fuß eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Eine, die man auch bei seinem Stammklub Bayern genau verfolgt.

„Noel macht es richtig gut. Er hat sich richtig gut in die Mannschaft reingespielt, steigert sich von Spiel zu Spiel und ist auch immer wieder an Toren beteiligt“, sagte Sportdirektor Christoph Freund schon vor einigen Wochen über den deutschen U21-Nationalspieler: „Er bringt Aggressivität und eine Note mit, die für uns sehr interessant ist. Wir werden ihn weiterhin intensiv verfolgen und sind mit ihm in Kontakt. Er ist ein sehr interessanter Spieler für uns.“

Sportdirektor beim FC Bayern: Christoph Freund.
Sportdirektor beim FC Bayern: Christoph Freund.
© IMAGO / kolbert-press
Sportdirektor beim FC Bayern: Christoph Freund.

von IMAGO / kolbert-press

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Hannover-Verbleib oder Bayern-Rückkehr? Aseko noch unentschlossen

Wie die AZ bereits berichtete, soll Aseko nach aktuellem Stand im Sommer nach München zurückkehren und den Kaderplatz von Leon Goretzka einnehmen, der den Verein nach Ablauf seines Vertrags ablösefrei verlässt. Zwar verfügt Hannover über eine Kaufoption in Höhe von einer Million Euro, Bayern könnte ihn aber dank eines Rückkaufrechts für 2,5 Millionen wiederum verpflichten. Ein Schnäppchen für einen derart talentierten Jung-Nationalspieler.

Doch wie sieht Aseko selbst seine Zukunft? „Jeder Sportler träumt ja davon, irgendwann mal bei den Bestmöglichen zu spielen“, gibt der Mittelfeldspieler zu: „Natürlich ist man regelmäßig im Austausch und in Gesprächen mit den Verantwortlichen von Bayern und von Hannover. Ich habe mal mit Christoph Freund gesprochen. Er ist stolz auf meine Entwicklung und hat gesagt, ich soll weiter Gas geben und nicht nachlassen.“

Aktuell beschäftige er sich aber nicht mit seiner Zukunft und lege seinen Fokus voll auf die verbleibenden Saisonspieler bei 96, das als Tabellenfünfter mit nur drei Punkten Rückstand auf Platz zwei noch Chancen auf den Aufstieg hat. Unabhängig davon kann sich der 20-Jährige auch einen Verbleib bei Hannover vorstellen. „Ich will nichts ausschließen und erstmal alle Türen offenlassen“, sagt er: „Ich könnte mir auch vorstellen, ein weiteres Jahr 2. Bundesliga zu spielen.“

Für welche Nationalmannschaft entscheidet sich Bayern-Juwel Aseko?

Früher oder später wird sich Aseko nicht nur über seine Zukunft im Verein, sondern auch in der Nationalmannschaft Gedanken machen müssen. Aktuell spielt der 20-Jährige für den DFB, für den er schon seit der U15 aufläuft. Nun baggert aber auch ein afrikanischer Verband um ihn.

„Meine Eltern kommen aus Äquatorialguinea und meine Familie wohnt dort. Der Verband hat schon mal gefragt, ob ich für sie spielen möchte“, erzählt Aseko, der sich vor einer Nominierung aber einen entsprechenden Pass besorgen müsste: „Man soll keine Option ausschließen, es ist erstmal alles möglich.“

Womöglich droht dem DFB also erneut der Verlust eines talentierten Nachwuchsspielers. Zuletzt hatte bereits Paul Wanner, der ebenfalls bei den Bayern ausgebildet wurde, seine Entscheidung verkündet, künftig für Österreich auflaufen zu wollen.