Die unabhängige Ansprechstelle Safe Sport hat im vergangenen Jahr 236 neue Hilfegesuche registriert. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich oft um Trainer.
Die unabhängige Ansprechstelle Safe Sport hat im vergangenen Jahr 236 neue Hilfegesuche registriert. Das geht aus dem Jahresbericht des Vereins hervor, der 2022 bei der Sportministerkonferenz gegründet wurde.
Betroffene meist Kinder und Jugendliche
«Besonders erschütternd ist, dass vor allem Kinder und Jugendliche Opfer von Gewalt im Sport werden», äußerte Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU). Die unabhängige Ansprechstelle Safe Sport berät alle Personen, die im Sport interpersonale Gewalt erlebt oder beobachtet haben.
Die 2025 gemeldeten Vorfälle betreffen demnach sowohl den Breitensport (80 Prozent) als auch den Spitzensport (20 Prozent). Rund zwei Drittel der Beratungsanfragen kamen dem Bericht zufolge von Mädchen und Frauen. In den Beratungen werde überwiegend von Vorfällen psychischer und/oder sexualisierter Gewalt berichtet, heißt es weiter.
Tatverdächtige laut Bericht vor allem Männer
Die Tatverdächtigen sind demnach vorwiegend Männer (84 Prozent) und in der überwiegenden Mehrheit Trainer oder Trainerinnen (77 Prozent). «Der Jahresbericht der Ansprechstelle 2025 unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit, kurzfristig eine von verbandsinternen Strukturen losgelöste unabhängige Stelle zu schaffen, an die sich Betroffene im Bedarfsfall wenden können und die Vorwürfe interpersonaler Gewalt untersucht», erklärte Schenderlein.
Gründungsmitglieder von Safe Sport sind unter anderem das Bundesministerium des Innern und für Heimat, die 16 Bundesländer sowie der Verein Athleten Deutschland
