
Duschen war gestern. Im Hightech-Land Japan gibt es jetzt eine Waschmaschine für Menschen zu kaufen. Der Waschgang dient nicht nur der Hygiene, sondern auch der Gesundheit. Allein der Preis schreckt ab.
Die Maschine sieht ein wenig aus das Cockpit eines Kampfjets, ist aber eigentlich eine Mischung aus geschlossener Badewanne und Mini-Dusche, die sich teilweise mit warmem Wasser füllt. Die Waschmaschine für Menschen kann aber noch mehr als ihren Insassen sauber und rein machen.
Hightech-Toiletten, die auf Knopfdruck den Allerwertesten spülen und trocken föhnen, gehören in Japan zum Alltag. Seit Neustem gibt es nun auch eine Waschmaschine, die gleich den ganzen Menschen säubert – in 15 Minuten, von Kopf bis Fuß, inklusive Trockenvorgang, wie die Firma Yamada Holdings zum Verkaufsstart der „Mirai Human Washing Machine“ mitteilte.
Sobald man sich in die 2,3 Meter lange Kapsel gelegt hat und die Luke schließt, strömt warmes Wasser ein. Die Reinigung erfolgt mit ultrafeinen Mikrobläschen. Der Präsident von Yamada Holdings, dem Hersteller der Maschinen, soll von einer ähnlichen Erfindung aus dem Jahr 1970 inspiriert worden sein, die er im Alter von zehn Jahren gesehen hatte.
Während die „menschliche Waschmaschine“ zusätzlich entspannende Bilder und Musik bietet, erfassen Sensoren Daten zum Gesundheitszustand – unter anderem den Puls – der Nutzerin oder des Nutzers.
Das von der Firma Science aus Osaka entwickelte Gerät, das im vergangenen Jahr bei der dortigen Weltausstellung vorgestellt worden war, soll unter anderem im Pflegebereich eingesetzt werden. Der Preis von 60 Millionen Yen (326 000 Euro) entspricht dem für einen Sportwagen.
Der Hersteller plant nach eigenen Angaben erst einmal mit einem Absatz von 50 Geräten. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte, der erste Käufer sei ein Hotel in Osaka, Japan, das das Produkt seinen Gästen anbieten wolle.
dpa/rc
