Geniestreich von Ljubicic: Schalke rettet Unentschieden in Fürth und Tabellenführung

Schalkes Edin Edin Dzeko (l.) im Duell mit den Fürthern Jan Elvedi und Philipp Ziereis

Stand: 28.02.2026 • 22:27 Uhr

Die SpVgg Greuther Fürth trotzt in der 2. Fußball-Bundesliga dem Tabellenführer Schalke 04 ein verdientes 1:1-Unentschieden ab und sammelt einen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.

Dennis Srbeny brachte den Tabellenletzten aus Fürth in der 12. Minute in Führung. Dejan Ljubicic erzielte den Ausgleich für die „Königsblauen“ in der 76. Minute.

Die Schalker verhinderten mit dem Unentschieden den drohenden Verlust der Tabellenführung, bleiben mit 47 Punkten einen Punkt vor dem SC Paderborn an der Spitze.

Der Tabellenletzte aus Fürth sammelte nach dem Sieg gegen Bielefeld einen weiteren Punkt und hält Anschluss ans rettende Ufer: Mit 23 Punkten haben die Fürther nur zwei Punkte Rückstand auf Dresden auf Tabellenplatz 13.

Fürths Trainer Heiko Vogel zeigte sich im Sportschau-Interview „etwas enttäuscht“ über das Unentschieden. „Wir wollten drei Punkte holen, und es war auch drin. Wir haben es gut weg verteidigt und haben unsere Nadelstiche gesetzt. Den einzigen Vorwurf, den ich der Mannschaft machen kann: Wir haben die Kontermöglichkeiten nicht genutzt und verpasst, den zweiten Treffer nachzulegen. Am Ende kassieren wir dann einen Sonntagsschuss.“

Schalke startete selbstbewusst und mit hohem Angriffspressing. Fürth kam zu Beginn kaum über die Mittellinie, verlor die Kugel immer wieder im Spielaufbau. Edin Dzeko hätte einen Ballgewinn fast zur schnellen Führung genutzt, seinen Schuss aus gut 20 Metern konnte Silas Prüfrock im Fürther Tor zur Ecke klären.

Srbeny nutzt Schalker Blackout

Schalke strahlte die Präsenz eines Tabellenführers aus – bis sich Fürth erstmals befreien konnte und die Schalker Defensive kalt erwischte: Hrgota durfte ungehindert von der rechten Außenlinie flanken. Nikola Katic blieb in der Mitte einfach stehen und übersah den einlaufenden Srbeny, der den Ball an Kevin Müller vorbei ins linke Eck legte.

Fürth war nach dem Führungstor drin in der Partie, spielte auf Augenhöhe und hielt kämpferisch erfolgreich dagegen. Schalke kam erst nach 32 Minuten wieder gefährlich vor den Fürther Kasten: Ein Freistoß von Adil Aouchiche von der linken Außenbahn flog durch bis zum zweiten Pfosten, Hasan Kurucay rauschte heran, brachte den Ball aber nicht mehr auf den Kasten.

Fünf Minuten später hatte Kenan Karaman die nächste Chance, Fürths Keeper Prüfrock verschätzte sich bei einer Flanke, doch Karaman brachte den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unter. Der Treffer hätte allerdings niemals zählen dürfen. Aouchiche stand bei der Vorlage im Abseits, Karaman war außerdem auch mit dem Arm am Ball.

Hinten wirkte Schalke weiter anfällig, nach einem Querschläger im Strafraum fiel der Ball Maximilian Dietz vor die Füße, der aber aus spitzem Winkel verzog.

Schalke nach der Pause mit mehr Druck

Die Führung des Tabellenletzen hielt bis zur Pause. Schalke war gefordert und verstärkte den Druck: Ljubicic schaltete sich jetzt häufiger in den Angriff ein, bekam nach 53 Minuten im Strafraum den Ball von Dzeko aufgelegt, ging dann aber im Zweikampf mit Reno Münz sehr schnell zu Boden – Schiedsrichter Robert Kampka ließ weiterspielen. Drei Minuten später war es erneut Ljubicic, der frei vor dem Kasten auftauchte, aber nach der Flanke von Aouchiche einen Schritt zu spät kam. Noch knapper wurde es beim Kopfball von Katic nach einer Ecke, Schalkes Innenverteidiger setzte den Ball aus kurzer Distanz am linken Pfosten vorbei.

Für ihren Chancenwucher wurden die Schalker um ein Haar nach fast 70 Minuten bestraft: Nach einem Eckball ging Srbeny im Zweikampf mit Katic zu Boden, der Ball flipperte von Dzekos Hacke über die Linie. Die Szene wurde durch den VAR ausführlich geprüft, die finale Entscheidung: Srbeny stand bei der Entstehung des Treffers haarscharf im Abseits.

Geniestreich von Ljubicic zum Ausgleich

Fünf Minuten später traf dafür Schalke, dank eines Geniestreichs von Ljubicic: Der Österreicher bekam einen Abpraller perfekt vor die Füße und jagte den Ball direkt aus mehr als 25 Metern Torentfernung unter die Latte.

Rettete Schalke in Fürth mit einem Geniestreich: Dejan Ljubicic

Schalke war dem Siegtreffer in der Schlussphase näher. Der eingewechselte Finn Porath hatte noch einmal die dicke Chance, nach einem missglückten Befreiungsschlag der Fürther, aber Prüfrock war auf dem Posten und verhinderte den Rückstand. Es gab satte sieben Minuten Nachspielzeit, doch die Fürther brachten das verdiente Unentschieden über die Zeit.

Fürth in Hannover, Schalke gegen Bielefeld

Für Schalke geht es am 25. Spieltag am Freitagabend (18.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld weiter. Fürth spielt gegen den nächsten Aufstiegsaspiranten, am Sonntagmittag (13.30 Uhr) bei Hannover 96.