
Knapp drei Monate nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen haben einzelne Kunden von ihren Versicherungen Entschädigungen bekommen. Anwalt Daniel Kuhlmann aus Datteln konnte nach
eigenen Angaben für elf Mandanten eine Summe von insgesamt rund 250.000
Euro geltend machen.
Die betroffenen Sparkassen-Kunden
hatten bei ihren Hausratsversicherungen teilweise eine Zusatzklausel
mit abgeschlossen. „Unsere Mandanten hatten zudem die Inventarlisten
genau nach unseren Vorgaben gemacht,
waren von Anfang an dabei und konnten alles lückenlos belegen“, sagte
Kuhlmann der Nachrichtenagentur dpa. Ein Mandant habe rund 70.000 Euro bekommen, andere
weniger – je nach den Bedingungen der jeweiligen Klausel.
Ende Dezember hatten sich bislang unbekannte
Täter über ein Parkhaus Zutritt zu der Bank in Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen verschafft und ein großes
Loch in eine Wand gebohrt, um in den Tresorraum zu gelangen. Fast alle
3.250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale wurden aufgebrochen. Den Schaden schätzte die Polizei zunächst auf einen mittleren
zweistelligen Millionenbetrag, inzwischen halten Ermittler aber auch einen
Schaden im dreistelligen Millionenbereich für realistisch.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
