
Der Berliner Schiedsrichter Felix Zwayer steht im Aufgebot der Fifa für die Fußballweltmeisterschaft im Sommer. Der 44-Jährige ist der einzige Deutsche unter den 52 Unparteiischen, die die Spiele in den USA, Kanada und Mexiko leiten werden. Als Assistenten stehen aus Deutschland Christian Dietz und Robert
Kempter im Aufgebot. Als Videoschiedsrichter ist Bastian Dankert dabei.
Für Zwayer ist es eine Premiere. Der
Bundesliga-Schiedsrichter pfiff bereits bei der Europameisterschaft
2024, der Club-WM, internationalen Junioren-Turnieren und dem Europa-League-Finale 2025. Bei einer Weltmeisterschaft war er aber noch nie im Einsatz.
Hauptquartier in Miami
Bei dem Turnier im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) werden allerdings erstmals 104 statt 64 Spiele ausgetragen, daher ist die Zahl der nominierten Schiedsrichter von 36 auf 52 gestiegen. Während 2022 noch drei Frauen
berufen worden waren, nominierte die Fifa diesmal die Mexikanerin Katia
Garcia als einzige Schiedsrichterin.
Das Schiedsrichterquartier befindet sich während des Turniers in
Miami. Dort absolvieren die Unparteiischen ab dem 31. Mai ein zehntägiges
Vorbereitungsseminar. Die Video-Referees ziehen im Anschluss daran nach
Dallas um, die restlichen Offiziellen bleiben in Miami.
Neue Regeln werden bei der WM angewendet
„Wir werden alles unternehmen, damit unsere Spieloffiziellen optimal
vorbereitet sind“, sagte Pierluigi Collina, der Schiedsrichter-Chef der
Fifa: „Wir sind überzeugt, dass sie den Herausforderungen dieses
bahnbrechenden Turniers gewachsen sein werden.“
Bei der WM werden die Schiedsrichter auch die Neuerungen, die von den
Regelhütern des International Football Association Board (IFAB) zuletzt
eingeführt wurden, umsetzen müssen. Die Video-Assistenten dürfen künftig
etwa auch Eckball-Entscheidungen, die zweite Verwarnung bei einer
Gelb-Roten Karte sowie Verwechslungen überprüfen, wenn Schiedsrichter
die falsche Mannschaft für ein Vergehen mit einer Gelben oder Roten
Karte bestrafen. Bei Einwürfen und Abstößen wird es künftig einen
Fünf-Sekunden-Countdown geben, der vom Schiedsrichter angezeigt werden
muss.
