
Der 2:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart hat für emotionale Ausbrüche bei Fans und Trainern gesorgt. Nachdem die Dortmunder Mannschaft vor dem Stuttgarter Fanblock ihr Tor bejubelt hatte, verließen wütende Fans die Tribüne in Richtung Innenraum. Dort traten die Anhänger von Stuttgart gegen die Bande, ein Klappstuhl flog aufs Spielfeld.
Nach dem Abpfiff griffen die Emotionen auch auf die beiden Trainer Niko Kovač und Sebastian Hoeneß über, die sich ein erhitztes Wortgefecht lieferten. „Das ist mittlerweile ein Duell, das ja sehr viele Emotionen beinhaltet“, sagte VfB-Trainer
Hoeneß dem Sender Sky. „Das hat sich natürlich entladen in den Szenen am Ende. Das
haben wir dann mal ganz kurz ausdiskutiert.“ BVB-Trainer Kovač nannte das Wortgefecht im Interview mit Sky „eine kleine Meinungsverschiedenheit“. Worum es in dem Gespräch ging, verrieten beide nicht.
Die zwei Siegtreffer des BVB fielen erst im Laufe der Nachspielzeit (Adeyemi, 90.+4, Brandt, 90.+6). Die Stuttgarter waren im Laufe des Spiels dominant, hatten aber Probleme im Torabschluss. Zu dem erhitzten Ende trug laut Hoeneß auch der Spielverlauf bei: Er kritisierte nach dem Spiel die entstandenen Bilder, diese hätten ihm nicht gefallen. „Es war so laut, es war so knisternd im Stadion. Das ist eigentlich das,
was zurückbleiben muss. Nicht die Bilder, die es am Ende gab. Das kann
ich nicht befürworten“, sagte Hoeneß.
Auch in der zweiten Fußballbundesliga kam es an diesem Wochenende zu Ausschreitungen. Beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC wurde zwischenzeitlich unterbrochen, nachdem Pyrotechnik und Raketen zwischen den Blöcken hin- und hergeschossen wurden.
