Fußball-WM: Mexiko statt USA – Jetzt will der Iran seine Spiele verlegen

Aufgrund des Krieges wird seit Tagen über die WM-Teilnahme des Iran debattiert. Nun macht das Land einen neuen Vorschlag publik. Mit der Fifa werde geprüft, nicht in den USA spielen zu müssen.

Der Iran möchte die WM-Spiele seiner Fußball-Nationalmannschaft diesen Sommer in Mexiko statt in den USA austragen. Mit diesem Vorschlag zur Verlegung der drei Vorrundenpartien reagiert das Land auf die Probleme infolge des Krieges im Nahen Osten.

„Ich hoffe, dass die Bedingungen geschaffen werden, damit unsere Jungs doch noch an der Weltmeisterschaft teilnehmen können“, sagte Sportminister Ahmed Donjamali nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Dazu werde mit der Fifa die Möglichkeit der Verlegung geprüft. „Es ist wichtig, alle sportlichen Aspekte sorgfältig zu nutzen, um eine Teilnahme doch noch zu ermöglichen“, fügte der Sportminister an. Der Weltverband Fifa ist für eine Stellungnahme angefragt.

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Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass das Land bei der Weltmeisterschaft dabei sei. Von iranischer Seite gibt es seit Tagen konträre Aussagen. Erst wurde eine WM-Teilnahme von Sportminister Donjamali praktisch ausgeschlossen. Zuletzt konterte der iranische Verband jedoch Trumps Aussagen und betonte, dass die Fifa die Entscheidungen treffe.

Alle drei Gruppenspiele des Iran in den USA angesetzt

„Niemand kann die iranische Nationalmannschaft von der Weltmeisterschaft ausschließen. Das einzige Land, das ausgeschlossen werden könnte, ist eines, das lediglich den Titel ‚Gastgeber‘ trägt, aber nicht in der Lage ist, die Sicherheit der an diesem globalen Ereignis teilnehmenden Mannschaften zu gewährleisten“, schrieb der Verband auf Instagram.

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Die Männer-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni. In der Gruppenphase soll der Iran auf Belgien, Neuseeland und Ägypten treffen. Die drei Spiele sind in den USA angesetzt, darunter auch das sogenannte „Pride-Spiel“ am 26. Juni in Seattle gegen Ägypten. Die Stadt will dann die LGBTQ+-Gemeinschaft feiern. Bei der Auslosung war zufällig herausgekommen, dass zwei muslimische Länder aufeinandertreffen, in denen Homosexualität unterdrückt wird. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus.

luwi mit dpa