
Nach der verpassten WM-Qualifikation ist nun auch Italiens Fußball-Nationaltrainer Gennaro Gattuso zurückgetreten. „Schweren Herzens, da wir unser gestecktes Ziel nicht erreicht haben, betrachte ich meine Zeit als Nationaltrainer als beendet“, sagte Gattuso laut einer Pressemitteilung. „Das Trikot der Azzurri ist das wertvollste Gut im Fußball, weshalb es
richtig ist, von Anfang an die Weichen für zukünftige Beurteilungen zu
stellen“, sagte Gattuso demnach weiter.
Die italienische Nationalmannschaft hatte am vergangenen Dienstag im Elfmeterschießen gegen Bosnien-Herzegowina verloren. Der viermalige Weltmeister hat damit die Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada verpasst.
Nationaltrainer-Nachfolge noch unklar
Italiens Fußball-Verbandschef Gabriele Gravina sowie Sportdirektor Gianluigi Buffon haben ihre Ämter bereits am Donnerstag niedergelegt. Gattusos Abgang war ebenfalls erwartet worden. In Italiens Zeitungen wird bereits über den Nachfolger spekuliert. Die Liste reicht vom ehemaligen Nationaltrainer Roberto Mancini bis hin zum ehemaligen Bayern-München-Trainer Pep Guardiola, der aktuell bei Manchester City unter Vertrag steht.
Gravina dankte Gattuso für die geleistete Arbeit: „In nur wenigen Monaten ist es ihm gelungen, die Begeisterung für die Nationalmannschaft neu zu entfachen und bei den Spielern und im ganzen Land großen Stolz auf das blaue Trikot zu wecken“, wird Gravina in einer Mitteilung zitiert.
Die Nachfolge an der Spitze des italienischen Fußballverbands FIGC soll nach einer Mitteilung am 22. Juni geregelt werden – also während der WM. 2010 und 2014 schieden die Italiener in der Vorrunde aus. 2018 in Russland und 2022 in Katar waren sie nach dem Scheitern in der Qualifikation gar nicht erst dabei.
