Fußball-Transferticker: Ter Stegen verlässt FC Barcelona

Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen verlässt den FC Barcelona und spielt auf Leihbasis bis zum Saisonende für den FC Girona. Das gaben der abstiegsgefährdete Klub nahe der katalanischen Metropole und „Barça“ am Dienstagabend bekannt. Mit dem Wechsel hofft der ehemalige Gladbacher auf mehr Spielpraxis, um bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada als Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft zu stehen. 
Ter Stegen meldete sich bei Instagram in einem emotionalen Post zu Wort: „Ich bin zutiefst dankbar und stolz. Ich liebe diesen Verein, diese Stadt und diese Region. Sie haben ein Gefühl in mir geweckt, das niemals verblassen wird. Eure Unterstützung in all den Jahren war unglaublich, ich danke euch von ganzem Herzen“, schrieb der 33-Jährige. 
Wenige Stunden zuvor hatte Barcelonas deutscher Trainer Hansi Flick über den anstehenden Wechsel gesprochen. „Marc ist ein fantastischer Torwart. Wir haben uns für die Zukunft anders entschieden und ich denke, es war die richtige Entscheidung. Aber ich wünsche ihm alles Gute.“ 
Dazu gehören auch Auftritte im DFB-Team: „Vielleicht sehen wir ihn im deutschen Nationalteam bei der WM. Die Daumen sind gedrückt dafür. Ich denke, er hat gute Chancen“, sagte Flick. 
Ein Wechsel war für ter Stegen quasi unausweichlich, um bei der WM die Nummer eins zu sein. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte nämlich zuletzt betont: „Marc muss sich entweder in Barcelona durchsetzen oder einen Klub finden, bei dem er spielt.“ 
Zumal ter Stegens Vertreter in der DFB-Elf, Oliver Baumann, in den vergangenen Monaten bei der erfolgreichen WM-Qualifikation überzeugen konnte. Auch eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer wurde zumindest medial immer wieder debattiert. 

In Barcelona schien ter Stegen lange Zeit die Idealbesetzung zu sein. Nach seiner Ankunft vor über elf Jahren wurde er aufgrund seiner fußballerischen Fähigkeiten selbst von Stars wie Lionel Messi hochgelobt. Und der Erfolg stellte sich auch gleich ein: 2015 hielt ter Stegen bereits den Champions-League-Pokal in den Händen. (dpa)