Marc-André ter Stegen reckte nach dem Debüt für seinen neuen Klub FC Girona die Faust, pushte sich mit einem „vamos, vamos“ und hielt den Ball fest in den Händen. „Eine unglaubliche Parade“, titelte die Zeitung Marca wegen ter Stegens Rettungstat in der Nachspielzeit, sogar von einem „Wunder in der 96. Minute“ war mit einer Überdosis Pathos die Rede. Ter Stegen hatte Girona am Montagabend durch eine Parade mit dem rechten Knie in letzter Sekunde ein 1:1 gegen Getafe gesichert. „Er hat ein fantastisches Debüt hingelegt, er ist eine große Bereicherung für uns“, schwärmte sein neuer Trainer Míchel, der den deutschen Nationalkeeper rund 96 Stunden nach dessen Ankunft als Leihspieler des FC Barcelona ins Tor gestellt hatte.
Ter Stegen, 33, der zuletzt im Mai 2025 ein Ligaspiel bestritten hatte, trug die Rückennummer 22 – wie früher im DFB-Team. Sein neues Team hatte erst in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 1:1 ausgeglichen, kurz darauf gelang ter Stegen bei Getafes letzter Großchance der Save im Stile eines Handball-Keepers. Das war für Girona Gold wert, weil der Abstand zur Abstiegszone klein ist und das Remis am Montag einen Unterschied von fünf Tabellenplätzen bedeutete (Rang neun statt 14). Ter Stegen will nach seinem Patellasehnenriss und der Ausbootung durch Barcelona-Trainer Hansi Flick durch den Wechsel zu Girona seine Chance auf einen Stammplatz bei der WM im Sommer wahren.
