Fußball: Real Madrid entlässt Trainer Xabi Alonso

Der spanische Fußballverein Real Madrid hat sich von seinem Trainer Xabi Alonso getrennt. Wie der Rekordmeister der La Liga mitteilte, fand die Trennung „in gegenseitigem Einvernehmen“ statt. Auf Alonso soll demnach der frühere Profi Álvaro Arbeloa folgen, der bislang die zweite Mannschaft trainiert hat. 

Der 44-jährige Alonso hatte Real zu Saisonbeginn übernommen und die Nachfolge von
Carlo Ancelotti angetreten. Mit Bayer Leverkusen hatte er in Deutschland 2023/2024 das Double gewonnen. In einer Mitteilung dankte der spanische Verein Alonso und seinem Trainerteam. Er werde immer die Zuneigung und Bewunderung von allen Madridistas haben. „Real Madrid wird immer sein Zuhause sein“, hieß es weiter.

Der Trainerwechsel folgt auf die Niederlage von Real im spanischen Supercup. Am Sonntag hatte Madrid das Supercopa-Finale in Saudi-Arabien gegen den Erzrivalen FC Barcelona (2:3) verloren. In Spaniens La Liga ist Real Zweiter mit vier Punkten Rückstand auf das Team von Hansi Flick. In der Champions League drohen den Madrilenen derzeit die Play-offs.

Real auf Talfahrt

Bereits seit Längerem hatte es Gerüchte über eine
nahende Entlassung Alonsos gegeben. „Projekte brauchen Zeit. Wir
entwickeln uns weiter, was den Fußball, die Emotionen und den Teamgeist
angeht“, hatte Alonso vor dem Supercup gesagt. Schon nach dem 0:2 Anfang Dezember gegen Celta Vigo soll es Berichten
zufolge eine Krisensitzung der Vereinsführung gegeben haben. 

Nachdem Alonso mit Leverkusen die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal gewonnen hatte, sah auch der Trainerstart bei seinem früheren Verein zunächst Erfolg versprechend aus. Zu Beginn dieser Saison konnten Madrid-Fans in den ersten 14 Pflichtspielen 13 Siege bejubeln. Anfang November folgte eine 0:1-Niederlage gegen Alonsos früheren Verein FC Liverpool. Von da an häuften sich die Misserfolge.

Zwar hatte sich der Rekordmeister in der Meisterschaft zuletzt etwas
stabilisiert, konnte aber nicht an die Auftritte vom Anfang der Saison anschließen. Trotz fünf Siegen in
Serie hatten spanische Medien das Finale gegen Barcelona als
persönliches Endspiel in der Wüste betitelt.