Fußball-Bundesliga: 1400 Polizisten sichern rheinisches Derby

Vor dem Rhein-Derby 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach ist Ultras beider Klubs ein Besuch des Hochsicherheitsspiels untersagt worden. 20 Personen dürfen nach Angaben der Polizei Köln das Stadiongelände nicht betreten.

Insgesamt erwartet die Polizei dennoch rund 500 gewaltbereite Personen aus beiden Fanlagern. Diese wolle man „besonders im Blick behalten“, hieß es. Mehr als 1400 Beamte sollen rund um das Fußball-Bundesligaspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) im Einsatz sein.

Die Rivalität beider Vereinen ist seit den 1970er Jahren groß. Diesmal kommt die sportliche Brisanz hinzu: Beide Teams stecken im Kampf gegen den Abstieg. Zuletzt hatten die Innenminister Nordrhein-Westfalens, Herbert Reul, und Sachsens, Armin Schuster (beide CDU), indirekt damit gedroht, den Klubs künftig Rechnungen für solche Polizeieinsätze zu schreiben.

Der Kölner Geschäftsführer Philipp Türoff wies „pauschale Drohungen“ als aus seiner Sicht nicht zielführend zurück. „Sie stellen nachweisbar keinen wirksamen Hebel für mehr Sicherheit dar, sondern riskieren, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Klubs und Behörden zu untergraben“, sagte er dem „Kicker“.

In der zweiten Liga kommt es an diesem Freitag zum nicht minder heiklen Duell zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Fußball-Bundesliga und bei Sky). Im Stadion in Hannover wird dafür eine Pufferzone eingerichtet, in der 7000 Plätze aus Sicherheitsgründen frei bleiben. Damit sich die verbleibenden 42.000 Zuschauer besser im Griff haben, sind die 96er und ihr Sponsor auf die Idee gekommen, in der Arena Bier mit reduziertem Alkoholgehalt zu verkaufen.