In Indien zeigt sich Friedrich Merz zugewandt, selbstironisch, gelöst. Dabei geht es dort um ganz Großes. Und der Kanzler muss ja womöglich auch noch den Westen retten.
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In der Acht-Millionen-Stadt Ahmedabad im Westen Indiens brennt die Mittagshitze. Auf leisen Socken nähern sich lächelnd der deutsche Bundeskanzler und sein Gastgeber, der
indische Premierminister Narendra Modi, einem schlichten,
tragbaren Spinnrad. Für den Befreiungskämpfer Mahatma Gandhi, in dessen Aschram es steht, war es das Symbol des gewaltfreien Ringens um Unabhängigkeit von Großbritannien: Stoff selbst machen, dabei zu sich finden, frei werden.
Auch Merz und Modi wollen ein großes Rad drehen. Schon in vier Wochen soll es so weit sein: Dann soll EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein Freihandelsabkommen mit Indien unterzeichnen, um das lange gehadert und gerungen wurde.
