
Das große Wunder ist ausgeblieben. Nach dem Erreichen des Viertelfinales im olympischen Eishockeyturnier hatten die deutschen Frauen noch zuversichtlich gesagt, auch gegen einen Übergegner wie Kanada, das Mutterland des Eishockeys, gebe es eine Chance. Ihr Trainer meinte: Bei Olympia ist alles möglich. Aber die Wirklichkeit auf dem Eis sieht dann doch anders aus: 1:5 verliert die Nationalmannschaft das Spiel um den Einzug ins Halbfinale. Traurig will trotzdem niemand sein.
„Unheimlich Spaß“ habe es gemacht, „ein Highlight“, sagt die Stürmerin Laura Kluge nach dem Match. Für sie war es ein besonderes: Die Berlinerin ist eine von drei Deutschen, die in der nordamerikanischen Professional Women’s Hockey League (PWHL) spielt, bei Boston Fleet, und deshalb ihre Gegnerinnen besonders gut kennt. Es sei das engste Spiel überhaupt gegen die Kanadierinnen gewesen, „ich glaube, wir haben noch nie ein Tor gegen die geschossen“. Auch die historisch höchste Niederlage kassierten die deutschen Frauen gegen das Team mit dem Ahornblatt, ein 0:17, das allerdings schon ein Vierteljahrhundert zurückliegt.
