Um kurz vor 7 Uhr ist ein TGV-Schnellzug mit mehr als 200 Reisenden mit einem Lastzug zusammengestoßen und entgleist. Zu dem Unglück kam es auf einem Bahnübergang zwischen Béthune und Lens in der Ortschaft Nœux-les-Mines abseits des Hochgeschwindigkeitsnetzes der französischen Bahn. Dort war der TGV mit dem Tempo eines gewöhnlichen Zuges unterwegs.
Laut Angaben der Zeitung La Voix du Nord kam der Lokführer ums Leben. 13 Reisende wurden verletzt, davon schweben zwei in Lebensgefahr. Der Zug kollidierte mit dem Anhänger eines Lastzuges, der Armeefahrzeuge transportierte. Auf Fotos, die ein Verantwortlicher der Bahngewerkschaft teilte, war der schwer beschädigte und aus den Gleisen gesprungene Triebkopf des Zuges zu sehen. Vor einer Woche erst sei auf einem Bahnübergang ein Schwertransport für die Armee stecken geblieben, meinte der Gewerkschafter.
Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot kündigte auf der Plattform X an, zusammen mit Jean Castex, dem Chef der französischen Bahn, zum Unfallort zu kommen.
