Wer weiß, ob das der Augenblick war, der schon die Wahl entschied, die am Sonntag ansteht. Als Joan Laporta, der favorisierte Präsidentschaftskandidat, sich am letzten Februartag, beim Spiel des FC Barcelona gegen den FC Villarreal, von seinem Stadionsitz erhob und die anderen Barça-Fans imitierte. „Boti boti boti, madridista qui no boti“, rief er und hüpfte dazu nicht nur auf und ab – „wer nicht springt, ist madridista“ –, sondern verformte den Arm zu einer waschechten „butifarra“: Laporta schlug sich mit einer Hand auf den Oberarm und ließ die Hand hochschnellen, als wäre der 63-Jährige im Straßenverkehr. Eine butifarra ist eine katalanische Wurstspezialität; die nach ihr benannte Geste hat phallische und somit beleidigende Konnotationen. Und womit würde sich das Barcelona-Volk noch stärker identifizieren als mit einer Beleidigung, die der Gesamtheit des Erzrivalen gilt?
