Ex-„Rosenheim-Cops“-Star über harte Maßnahmen: „Sind schon extrem“

Für treue „Rosenheim-Cops“-Fans dürfte Diana Staehly (48) keine Unbekannte sein. Von 2007 bis 2016 übernahm die Schauspielerin in der ZDF-Serie die Rolle der Finanzcontrollerin „Patrizia Ortmann“. Aktuelle Maßnahmen, die auch ihre ehemaligen „Rosenheim-Cops“-Kollegen betreffen, machen ihr nun große Sorgen.

Ex-„Rosenheim-Cops“-Star spricht über harte Maßnahmen: „Betreffen alle Produktionen“

Diana Staehly wirkte nicht nur bei den „Rosenheim-Cops“, sondern auch bei vielen weiteren beliebten TV-Formaten mit. Ob „Unter uns“, „Stromberg“ oder „Rote Rosen“ – Staehly hat schon einige Serien durch. Aktuell ist sie in der Sat.1-Produktion „Ein Hof zum Verlieben“ zu sehen. Durch ihre langjährige Erfahrung im Fernsehen hat sie einen guten Blick auf das Schauspielbusiness. Dabei ist ihr nicht entgangen, dass sich die Branche maßgeblich verändert hat. „Die Sparmaßnahmen sind schon extrem, die betreffen alle Produktionen“, sagt sie gegenüber „Landeszeitung Winsener Anzeiger„.

Auch Marisa Burger kreidet Sparmaßnahmen in TV-Branche an

Staehly spielt darauf an, dass TV-Produktionen zunehmend unter Kostendruck stehen und mit kleineren Budgets als früher realisiert werden müssen. Das hat zur Folge, dass bei Serien Drehzeiten verkürzt und Arbeitsabläufe verdichtet werden – der Druck am Set kann dadurch spürbar steigen. Auch „Rosenheim-Cops“-Star Marisa Burger (52) sprach auf dem AZ-Sofa im Münchner Barocksaal des Deutschen Theaters über die Sparmaßnahmen in der Schauspielbranche. Sie entwickelte den Eindruck, dass TV-Stars durch die Kostensenkungen nicht mehr die Möglichkeit haben, sich vor der Kamera zu entfalten.

Diana Staehly, hier mit Igor Jeftic, war von 2007 bis 2016 bei den "Rosenheim-Cops" zu sehen.
Diana Staehly, hier mit Igor Jeftic, war von 2007 bis 2016 bei den „Rosenheim-Cops“ zu sehen.
© ZDF/Christian A Rieger
Diana Staehly, hier mit Igor Jeftic, war von 2007 bis 2016 bei den „Rosenheim-Cops“ zu sehen.

von ZDF/Christian A Rieger

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Schauspiel-Hürden durch künstliche Intelligenz

Ihre einstige „Rosenheim-Cops“-Kollegin Diana Staehly erkennt eine weitere Gefahr für die TV-Landschaft. Die Arbeit mit künstlicher Intelligenz sieht sie – zumindest für eine Jobgruppe – sehr kritisch: „Vor allem für die Synchronschauspieler ist die Situation durch KI schon sehr schwierig.“ Doch Staehly bleibt hoffnungsvoll und ist davon überzeugt, dass der Schauspielberuf nach wie vor eine Zukunft hat. „Ich glaube, dass man echte und natürliche Menschen weiterhin sehen möchte.“

„Man ist bei Dreharbeiten fremdbestimmt“

Durch die Dreharbeiten für ihre aktuelle Serie „Ein Hof zum Verlieben“ habe Diana Staehly zu spüren bekommen, wie hart der Alltag als Schauspielerin sein kann. „Wir haben […] innerhalb von sechs Monaten 120 Folgen gedreht.“ Ausdauer und Aufopferung sind gefragt, wie die 48-Jährige betont: „Man ist in der Zeit der Dreharbeiten einfach fremdbestimmt, hat kaum Zeit für Freunde und nur wenig für die Familie.“ Doch solange die Freude am Job noch überwiegt, scheint eine berufliche Umorientierung für Staehly keine Option: „Ich hoffe ganz stark, dass es eine zweite Staffel von ‚Ein Hof zum Verlieben‘ gibt. Ich scharre da schon ein wenig mit den Hufen.“