Europa League: VfB rettet Vorsprung gegen Celtic ins Ziel – Sport

Trotz eines blitzschnellen Rückschlags ist der VfB Stuttgart ins Achtelfinale der Europa League eingezogen. Nur rund 30 Sekunden waren im Zwischenrunden-Rückspiel gegen Celtic Glasgow vergangen, als Luke McCowan für die Schotten traf. Das 0:1 (0:1) gegen den schottischen Meister Celtic Glasgow war für die Stuttgarter die erste Heimniederlage der Europapokal-Saison. Zittern musste der VfB aber nicht nach dem 4:1 im Hinspiel in Glasgow.

In der Offensive fehlte den Stuttgartern am Donnerstagabend im Rückspiel lange die Konsequenz. Zwei Treffer in der zweiten Hälfte wurden dann wegen Abseitspositionen aberkannt. „Das Wichtigste ist weiterzukommen, der Rest ist egal“, sagte Offensivspieler Deniz Undav, schob aber verärgert nach: „Der VAR sollte eigentlich da sein, um zu helfen. Er macht gefühlt mehr Fehlentscheidungen als die Schiris selbst. Es wird immer lustiger.“ Schon beim 3:3 in Heidenheim am Sonntag hatten zwei VfB-Tore nach Videobeweis nicht gezählt.

Nach den zwei Duellen mit den Schotten wird der VfB seine Europapokal-Reise am 12. und 19. März gegen ein portugiesisches Team fortsetzen. Am Freitag entscheidet das Los, ob die Schwaben auf Sporting Braga oder den FC Porto treffen, beide hatten sich direkt für die besten 16 Teams qualifiziert. Zuvor standen die Stuttgarter letztmals in der Spielzeit 2012/2013 in einem Europa-Pokal-Achtelfinale. Am Sonntag wartet nun aber zunächst einmal das Bundesliga-Pflichtprogramm gegen den VfL Wolfsburg.

Trotz der komfortablen Situation nach dem dominanten Auftritt im Celtic Park hatte Sebastian Hoeneß davor gewarnt, die Aufgabe zu leicht zu nehmen. Er habe auch angesichts des verspielten 2:0-Vorsprungs der Dortmunder in der Champions League in Bergamo daran appelliert, die Partie konzentriert anzugehen. Wichtig werde es sein, „in unserem Stadion von der ersten Minute an konsequent zu agieren“, sagte der Coach.

Doch der Plan war mit der ersten Aktion dahin. Chema Andrés spielte einen Fehlpass, Luca Jaquez rutschte aus, Finn Jeltsch konnte nicht mehr rechtzeitig stören – das Spiel begann mit einem Paukenschlag zum 0:1. Mit ernster Miene verfolgte Hoeneß den Fehlstart an der Seitenlinie, ohne den gelbgesperrten Abwehrchef Jeff Chabot wirkte sein Team noch nicht sortiert.

Chris Führich und Deniz Undav standen bei ihren Treffern im Abseits

Es hätte angesichts der nur wenige Minuten später folgenden nächsten Chance der Schotten noch schlimmer kommen können. Celtic hatte seine Startelf im Vergleich zum Hinspiel noch deutlicher umgebaut als der VfB, nur drei Profis liefen auch in Stuttgart von Beginn auf. So stand Glasgow defensiv sicherer. Die Zuschauer sahen, wie sich die Stuttgarter schwertaten, sie setzten zu wenige gefährliche Akzente. Der Schuss von Badredine Bouanani nach einer Viertelstunde war die beste Chance in der ersten Halbzeit, er scheiterte am Torwart Viljami Sinisalo.

Hoeneß reagierte auf den Pausen-Rückstand und brachte Chris Führich für Jamie Leweling. Immer mehr drängte der VfB, ohne wirklich zu glänzen, auf den Ausgleich. Doch Tiago Tomás vergab ebenso seine Gelegenheit wie Bouanani. Mit der Einwechslung von Ermedin Demirovic und Angelo Stiller nach einer guten Stunde nahm der Druck noch mehr zu. Führich traf, doch der Jubel wurde jäh gestoppt (68.), der Flügelspieler stand im Abseits. Auch Deniz Undavs Treffer in der 75. Minute wurde unter einem Pfeifkonzert nach einem Videobeweis aberkannt, weil Vorlagengeber Demirovic knapp im Abseits stand.