EU und Indien: Europa startet endlich durch

Schneller als gedacht hat die EU ein Abkommen mit Indien eingetütet. In einer Zeit, in der sie dringend gute Deals braucht. Jetzt muss sie schnell ihre Waren verbessern.




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EU und Indien: Neue Allianzen: EU-Ratspräsident António Costa (l.) freut sich mit dem indischen Premier Narendra Modi und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über das neue Freihandelsabkommen.
Neue Allianzen: EU-Ratspräsident António Costa (l.) freut sich mit dem indischen Premier Narendra Modi und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über das neue Freihandelsabkommen.
© Anadolu/​pa/​dpa

In diesem Fall muss man wohl sagen: Thank you, Mr. President. Ohne Donald Trump und seine Zollpolitik wäre es wohl nicht so schnell gegangen mit dem Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien. Wie für die Europäer üblich, haben sie verhandelt, unterbrochen, wieder verhandelt, fast zwei Jahrzehnte lang. Doch dann wollten beide Seiten schnell sein.

Da ist das 1,45-Milliarden-Volk Indien, das von den USA mit Zöllen von 50 Prozent belastet wird. Immerhin die größte Demokratie der Erde, die wie so viele Schwellenländer versucht, zwischen West und Ost zu navigieren, ohne sich von einem Handelspartner zu sehr abhängig zu machen. Und da ist die EU, die nach mehr Unabhängigkeit von den Großmächten China und den USA strebt.