EU und Indien besiegeln historisches Handelsabkommen – Wirtschaft

Die EU und Indien haben sich nach fast zwei Jahrzehnten Verhandlungen auf ein umfassendes Freihandelsabkommen geeinigt, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Indiens Premierminister Narendra Modi mitteilten. Der Pakt decke ein Viertel der ‍globalen Wirtschaftsleistung ab, sagte Modi. Er gilt als strategischer Schritt beider Seiten, um sich angesichts der angespannten Beziehungen zu den ⁠USA wirtschaftlich breiter aufzustellen. Modi bezeichnete ‌die Einigung als „Mutter aller Deals“, die den 1,4 Milliarden Menschen in Indien und der Bevölkerung Europas große Chancen eröffne.

Das Abkommen ebnet ‍den Weg für die Öffnung ‌des bislang stark abgeschotteten indischen Marktes für Unternehmen aus der Europäischen Union, die bereits jetzt der größte Handelspartner des Landes ist. Modi und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ⁠wollen die Details im Laufe des Tages auf einem Gipfel in Delhi offiziell vorstellen. Bis zur praktischen Umsetzung wird ‍es jedoch noch etwas dauern: Einem ‌indischen Regierungsvertreter zufolge steht nun eine fünf- bis sechsmonatige juristische Prüfung an. „Wir erwarten, dass das Abkommen innerhalb eines Jahres in Kraft tritt“, fügte er hinzu.