

Heutzutage ist es völlig normal, dass sich über eine gesellschaftsrelevante Misere in den Medien öffentlich beklagt wird. 1836 sah das aber noch anders aus. Damals erschien die deutschlandweit erste Beschwerde in einer bayerischen Zeitung. Der Auslöser dieser Kritik ist Günther Jauch in der aktuellen Folge von „Wer wird Millionär?“ 125.000 Euro wert.
Günther Jauch will wissen: Wovon handelte die erste Beschwerde in einer deutschen Zeitung?
Am Montagabend (16. Februar) nimmt Peter Wachsmuth auf dem Ratestuhl der RTL-Quizshow Platz. Bis zur 64.000-Euro-Frage marschiert der 47-Jährige locker durch und hat sogar noch einen Joker übrig. Für 125.000 Euro will Günther Jauch wissen: „Die hierzulande allererste Beschwerde worüber erfolgte am 10. Februar 1836 in Reimform in einer bayerischen Zeitung?“ Als mögliche Auflösung werden ihm diese Antwortalternativen angeboten:
- Eisenbahn
- Post
- Hotelbüfett
- Wettervorhersage
Bahn, Post, Hotelbüfett oder Wetter: Kandidat hadert mit richtiger Antwort
Dieses Mal steht der „Wer wird Millionär?“-Kandidat etwas auf dem Schlauch, denn alle Möglichkeiten wären als Beschwerde in einer Zeitung bis heute denkbar. Sein erster Impuls: Antwort A: Eisenbahn. Peter Wachsmuth glaubt zu wissen, dass zu dieser Zeit die erste Eisenbahnstrecke von Nürnberg nach Fürth gebaut wurde. Dennoch entscheidet er sich dafür, seinen Telefonjoker einzusetzen und lässt seinen Cousin anrufen. Dieser rät ihm dazu, auf sein Bauchgefühl zu vertrauen.
Der 47-jährige Quiz-Kandidat traut sich allerdings nicht und verabschiedet sich mit einem Gewinn von 64.000 Euro. Mit etwas Mut hätte er diese Summer aber verdoppeln können, denn die erste Beschwerde in einer deutschen Zeitung handelte tatsächlich von der Bahn. Günther Jauch klärt auf: „Laut Auskunft der Deutschen Bahn gab es nur zwei Monate nach der ersten deutschen Eisenbahnfahrt am 7. Dezember 1835 von Nürnberg nach Fürth die erste Beschwerde. Sie erschien in der allgemeinen Zeitung ‚Von und Für Bayern‘ und war in Reimform verfasst.“
Das war die erste Beschwerde in einer deutschen Zeitung
Der „Wer wird Millionär?“-Moderator lässt es nicht nehmen, die Beschwerde über die Eisenbahn zu verlesen: „Wir bitten Sie, verehrte Herren, Inhaber vom Dampfwagen, leihen Sie uns Ihre Ohren gern, um etwas vorzutragen: Der Tritt zum Wagon ist zu hoch um auf und ab zu gehen, da kann sich leicht im Sprunge doch manch schöner Fuß verdrehen. Drum lasse, oh wir bitten Sie, Steigeisen Sie anschmieden. Dies lässt sich ja mit leichter Müh durch Aktien vergüten. Da es die Pflicht des Christen ist, Fehltritte zu vermeiden, so hofft man wird in kurzer Frist der Wunsch erfüllt mit Freuden.“
