
Der Iran muss bei der Weltmeisterschaft im kommenden Sommer seine Spiele in den USA austragen. Die Fifa lehnte den Wunsch ab, die Partien nach Mexiko zu verlegen. Präsident Gianni Infantino, der Donald Trump den Fifa-Friedenspreis verliehen hat, zeigt sich kompromisslos.
Die Spiele der iranischen Fußball-Nationalmannschaft bei der Fußball-WM werden trotz des Krieges im Nahen Osten nicht von den USA nach Mexiko verlegt. Der Weltverband Fifa habe sich dagegen entschieden, erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum. Angesichts des Krieges wollte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht in den USA austragen, die die Islamische Republik militärisch angegriffen haben.
„Die Fifa entschied schließlich, dass die Spiele nicht von ihren ursprünglichen Austragungsorten verlegt werden können“, sagte Sheinbaum auf einer Pressekonferenz. Aus Sicht der Fifa hätte dies „einen enormen logistischen Aufwand“ bedeutet, sagte die Staatschefin. Der Weltverband hatte sich schon zuvor zurückhaltend zu dem Wunsch des Iran geäußert.
Die Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA wird am 11. Juni in dem Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt mit der Partie zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte auf eine Teilnahme des Irans an der Fußball-WM im Sommer gedrängt.
Der Iran trifft bei der WM in der Gruppe G auf Neuseeland, Ägypten und Belgien. Die Spiele gegen Neuseeland und Belgien finden in Los Angeles, das gegen Ägypten in Seattle statt.
„Wir wollen, dass der Iran spielt“, sagt Fifa-Boss Infantino
„Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A“, sagte Infantino. Unklar war bisher allerdings, ob die Fifa den Mexiko-Wunsch des Irans nachkommen würde.
Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg soll es von diesem Freitag an in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Friedenslösung geben. Seit Februar hatten die Vereinigten Staaten und Israel den Iran angegriffen. Das Land führte Gegenschläge aus.
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