
US-Präsident Donald Trump hat sich für einen neuen Atomwaffenvertrag mit Russland ausgesprochen. Trump schrieb am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social, es brauche einen „neuen, verbesserten und modernisierten Vertrag“, der lange Bestand haben könne. Zuvor war das „New Start“-Abkommen ausgelaufen, mit dem die USA und Russland seit 2010 die Zahl ihrer atomaren Sprengköpfe begrenzt hatten.
Der US-Präsident erklärte, er lehne eine Verlängerung von „New Start“ ab. Es handele sich um ein „schlecht ausgehandeltes Abkommen der Vereinigten Staaten“, das „grob verletzt“ werde. Nach Angaben des Weißen Hauses will Trump in den neuen Vertrag auch China einbeziehen. Das hatte der Rechtspopulist bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) geplant, jedoch nie verwirklicht.
Das bisherige Abkommen – offiziell bekannt als „New Strategic Arms Reduction Treaty“ – baute auf den Bemühungen zur Reduzierung der während des Kalten Krieges angehäuften Atomwaffenarsenale auf. Die USA und Russland unterzeichneten das Abkommen, das den „Start“-Vertrag von 1991 ablöste. „New Start“ ist am 5. Februar 2011 in Kraft getreten und hatte zunächst eine Laufzeit von zehn Jahren. 2021 wurde es um weitere fünf Jahre verlängert.
Im Rahmen des Abkommens verpflichteten sich die USA und Russland, die Anzahl ihrer stationierten strategischen Atomsprengköpfe – Langstreckenwaffen, die das jeweilige Territorium des anderen Landes erreichen können – auf jeweils 1550 zu reduzieren. Sie vereinbarten außerdem, die Anzahl ihrer Trägersysteme für Atomsprengköpfe, wie Interkontinentalraketen und schwere Bomber, auf maximal 700 zu begrenzen.
