
Es fällt Karl-Heinz Kählert noch immer schwer, über seine Einsamkeit zu sprechen. In seinen Worten klingt das dann so: Dass er manchmal das Gefühl habe, nicht hierherzugehören. Dass er sich in diesen Momenten wie ein Außerirdischer vorkomme, gelandet mitten in der Kärntner Provinz. Wie jemand, der nicht so richtig weiß, wie er mit den Menschen um sich herum in Kontakt treten soll. „E.T. lässt grüßen“, sagt der 68-Jährige und meint damit den schrumpeligen Alien aus dem gleichnamigen Film von Steven Spielberg.
Karl-Heinz Kählert ist gebürtiger Hamburger, pensionierter Notfallsanitäter und seit 14 Jahren Einwohner von Friesach, eine halbe Stunde Autofahrt von Klagenfurt entfernt, eine Kleinstadt mit knapp 5.000 Einwohnern. Auf dem kopfsteingepflasterten Marktplatz reihen sich bunte Häuser aneinander; von dort fällt der Blick auf eine Burgruine. Sonst gibt es in Friesach nicht viel zu sehen, außer Berge und viel Wald.
