Ein Esel namens Bartók: Patricia Kopatchinskaja trumpft im Konzerthaus auf – Kultur

Wer sagt, dass ein Klassik-Publikum nur die Ohren spitzen und in die Hände klatschen darf? Patricia Kopatchinskaja jedenfalls nicht: Der ewige Wildfang unter den Violinstars vergattert die Gäste im Großen Konzerthaussaal am Montag zum Mitmachen. Ehe man sich’s versieht, ist man schon einer von vier Kanon-Gruppen zugeteilt, bekommt von der Solistin letzte Instruktionen: „Ich gebe Ihnen die Einsätze – wenn es gut geht, spielt auch das Orchester mit.“ Es läuft dann auch wie geschmiert: Entgegen seinem Image, geht das Wiener Publikum stimmlich in die Vollen – und stimmungsmäßig durch die Decke.