Efeutute: Die genügsame Zimmerpflanze vermehren und pflegen

Eine Efeutute steht auf einem hängenden Wandregal.

AUDIO: Weltreise der Glückspflanzen – mehr als „nur“ Glücksklee (27 Min)

Stand: 23.01.2026 05:00 Uhr

Die Efeutute ist eine klassische Zimmerpflanze, die lange Triebe bildet und sich gut für Hängetöpfe oder zum Beranken eignet. Was sollte man bei der Pflege beachten? Wie kann man die Efeutute vermehren?

Die Efeutute – typische Zimmerpflanzen sind Epipremnum aureum oder Epipremnum pinnatum – ist eine ursprünglich aus den Waldgebieten Südostasiens und Australiens stammende Kletterpflanze mit herzförmigen glänzenden Blättern. Da sie lange Triebe bildet, ist sie ideal zur Begrünung von Geländern, Regalen, Schränken oder zum Aufhängen. Alternativ kann man sie an einem Moosstab oder an einem Gitter hochranken lassen. Es gibt Sorten mit dunklen, hellen oder panaschierten Blättern.

Wie viel Licht und welchen Standort braucht die Efeutute?

Am wohlsten fühlt sich die Efeutute an einem hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht und ohne Zugluft. Je nach Lichtverhältnissen ändert sie ihre Blattfarbe: Bei dunkleren Standorten verblassen die gelben Flecken mit der Zeit und die grüne Farbe wird intensiver, bei starker Sonneneinstrahlung nimmt die gelbe Färbung zu.

Efeututen schneiden, umtopfen und düngen

Eine kleine Efeutute steht auf einem Tisch vor einem Sofa.

Schneidet man die Efeutute regelmäßig, behält sie eine kompakte und buschige Wuchsform.

Efeututen wachsen relativ schnell. Um eine kompakte Form zu erhalten, kann man sie jederzeit zurückschneiden. Außerdem sollte man sie regelmäßig etwa alle zwei Jahre umtopfen. Als Substrat ist hochwertige, nährstoffreiche Erde am besten geeignet. Das Substrat immer leicht feucht halten, aber nicht zu viel gießen und Staunässe unbedingt vermeiden. Im Frühling und Sommer alle zwei Wochen düngen, zum Beispiel mit einem Flüssigdünger. Da die Pflanzen Feuchtigkeit mögen, kann man sie zusätzlich regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen. Das ist besonders im Winter bei trockener Luft sinnvoll.

Was tun, wenn die Efeutute gelbe Blätter bekommt?

Bekommt eine Pflanze gelbe Blätter, ist der Standort vermutlich nicht ideal (zu viel Zugluft, zu viel Sonne, Kälte, Trockenheit) oder die Efeutute bekommt zu viel oder zu wenig Wasser. Als Maßnahme sollte man den Topf an einen warmen Ort – 20 Grad sind ideal – ohne direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft stellen, die Pflanze nur mäßig gießen und die Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen.

Efeutute durch Ableger vermehren

Ein Mann schneidet ein Stück von einer Efeutute ab.

Die Vermehrung der Efeutute durch Stecklinge ist denkbar einfach.

Efeututen lassen sich ganz einfach durch Stecklinge vermehren. Dafür einen Trieb, der mindestens zwei bis drei Knoten aufweist, mit einem sauberen Messer oder einer Schere abschneiden. Knoten sind Stellen, an denen Blätter und Luftwurzeln wachsen. Den Trieb in ein Glas mit lauwarmem Wasser stellen, bis sich Wurzeln bilden. Anschließend einpflanzen. Alternativ den Steckling nach dem Schnitt direkt in feuchte Erde stecken.

Um eine schöne, kompakte Pflanze zu erhalten, setzt man am besten mehrere Stecklinge in einen Topf.

Efeututen verbessern das Raumklima

Die Efeutute gehört zu den Grünpflanzen, die in der Lage sind, Schadstoffe wie Formaldehyd oder Nikotin aufzunehmen. Außerdem erhöht sie durch die Abgabe von Gießwasser an die Umgebung die Luftfeuchtigkeit und verbessert so das Raumklima. Sie eignet sich deshalb auch gut fürs Schlafzimmer oder als Büropflanze.

Da alle Teile der Efeutute schwach giftig sind, sollte man sie so aufstellen, dass kleine Kinder und Haustiere sie nicht erreichen können, und beim Schneiden und Umtopfen vorsichtshalber Handschuhe tragen.

Gärtner Peter Rasch hält eine Plastikflasche hoch

Braune oder befallene Blätter: Woran liegt es, wenn Zimmerpflanzen im Winter kränkeln? Tipps für die optimale Pflege.

Eine Katze schläft auf einem  Sessel, daneben stehen Zimmerpflanzen.

Grünlilie und Co wirken beruhigend und können die Raumluft verbessern. In Labortests konnten sie sogar Umweltgifte absorbieren.

Verschiedene Zimmerpflanzen wie Bogenhanf, Fensterblatt und Zamiifolia stehen in Töpfen nebeneinander.

Nicht jeder hat einen grünen Daumen. Pflanzen wie Bogenhanf, Glücksfeder und Elefantenohr gedeihen auch ohne viel Pflege.